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Topmodel Toni Garrn im Interview

museek Interview mit Toni Garrn
Foto: AJG Model-Support

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Topmodel Toni Garrn im Interview

Die junge Hamburgerin Toni Garrn wurde 2006 bei einem Fanfest anlässlich der Fußball-WM in Deutschland als Model entdeckt. 2007 wurde sie exklusiv für Calvin Klein gebucht, was ihr den internationalen Durchbruch als Model bescherte. Seitdem ist sie nicht mehr aus dem Mode-Business wegzudenken. Toni Garrn lief 2011 zum ersten Mal für Victoria’s Secret bei der Victoria’s Secret Fashion Show in New York und ist außerdem ein gefragtes Model für Fotostrecken in Zeitschriften wie Vogue oder Harper’s Bazaar. Seit Juli 2014 ist Toni Garrn außerdem Botschafterin der Kampagne „Because I am a Girl“ des Kinderhilfswerks Plan International, das sie seit 2008 unterstützt.

Im Interview mit museek.de gibt Toni Garrn nun Einblicke über die Bedeutung von Musik für sie persönlich und die Rolle selbiger im Alltag eines internationalen Topmodels.

museek: Frau Garrn, kaum ein Medium spiegelt Emotionen so gut wieder wie Musik. Welchen Stellenwert hat Musik in Ihrem Leben?

Toni Garrn: Einen wahnsinnig großen. Es gibt keine Gym-Stunde, Lauf oder Reise die ich antrete, ohne meine Kopfhörer. Und das erste, was ich zu Hause tue, noch bevor ich meine Schuhe ausziehe: ich mache die Anlage an. Ich bin ziemlich viel alleine durch meinen Job und Musik bringt mich immer in die Stimmung, in der ich sein möchte. Genauso wichtig ist Musik im Job. Ich könnte mir kein Set ohne Musik vorstellen.

Sie stammen gebürtig aus Hamburg. Eine Stadt, die viele bekannte Musiker hervorgebracht hat. Bands wie Tomte, Kettcar und Wir sind Helden prägten gar den Begriff „Hamburger Schule“. Ist das Musik, die sie persönlich auch mögen oder wo liegen Ihre musikalischen Vorlieben?

Ich liebe Musik hauptsächlich um zu tanzen und deshalb hat meine Musik immer einen sehr ausgeprägten Bass und ist sehr rhythmisch. Ich mag insbesondere spanische Latino Musik, weil ich schon mit 6 Jahren, als wir in Athen gelebt haben, in einer Latino Tanz Schule war und Mambo, Samba, Cha-cha und viele anderen Tanzstile gelernt habe. Außerdem höre ich häufig Afrikanische Trommeln, weil ich viel Zeit in Afrika verbringe und die Kultur liebe – Reggaeton oder gute House Bässe mit starkem oder besonderem Beat am meisten. Zu ruhigem House schlafe ich seltsamerweise gut im Flugzeug ein. Viel Deutsches ist bisher nicht dabei.

Wie sieht Ihre momentane Lieblingsplaylist aus?

Sehr gemischt. Immer die guten old school Girl-Power-Songs, z.B. von Beyonce und Missy Elliot sind dabei. Jetzt viel Kygo, Zak Waters, The Weeknd. Seinabo Sey, Sam Smith, Andra Day. Dann meine Afrikanischen Partylisten wie Kanda Bongo Man, P Square, Buraka Som Sistema, Bollebof und, wen man eher kennt, Shaggy oder Sean Paul.

Wie laufen typischerweise Foto-Shooting mit Ihnen ab? Hören Sie vor oder während der Shootings Musik, um sich in entsprechende Stimmung zu bringen?

Nein, nicht extra vorher. Wenn es eine lange Autofahrt oder Flug vorher bedeutet, höre ich sowieso Musik. Am Set selbst frage ich immer nach Musik. Im Studio oft sehr laut und meist meine Playlist und auf Location Shoots hat die Produktion meist auch irgendeine Anlage dabei. Ohne Musik sind lange Shootings viel schwerer und weniger kreativ – für fast jeden im Team. Aber es gibt natürlich auch Fotografen die totale Stille brauchen um sich zu konzentrieren, da muss ich mich dann halt anpassen.

Tauschen Sie sich auch mit Ihren Model-Kolleginnen in der Modeszene über Musik aus?

Ja klar, es gibt manche, die selbst DJs sind oder singen. Allerdings kenne ich nicht viele, die meine Liebe zu afrikanischer und spanischer Musik so teilen. Bei Fashion-Weeks haben aber fast alle irgendwann ihre Kopfhörer auf.

Wo liegen dabei die musikalischen Vorlieben? Kann man sich beim Feiern auf einen Sound einigen oder ist da jede Ihrer Kolleginnen gänzlich individuell auf einen bevorzugten Stil festgelegt?

In NYC hören die meisten Hip Hop und Rap. Ich bin da kein großer Fan von, weshalb ich in NYC wenig feiern gehe. Es sei denn, ich kann die DJs überreden, was zum Glück oft der Fall ist. Fashion Partys, besonders in Europa, haben zum Teil sehr gute DJs, die alte 80er auflegen, guten Old School Hiphop oder sehr guten House Ibiza-Style.

Von wem haben Sie zuletzt einen richtig guten Musiktipp bekommen und was war das?

Majid Jordan, der auch bei Drakes Plattenfirma unter Vertrag ist, habe ich neulich entdeckt und höre ihn ganz viel. Ähnlich wie The Weeknd aber für mich spannender und die Texte sind weniger herablassend gegenüber Frauen.

Bild: AJG Model-Support

Haben Sie einen all time favorite Song, der auch beim tausendsten Mal Hören nicht langweilig wird?

Runnin – Beyonce, Pretty Wings – Zak Waters, Younger – Seinoba Sey – momentan.

Welchen Song verbinden Sie mit einem besonderen Ereignis in Ihrem Leben?

Ah, das sind so viele. Es gibt viele Laufstege, die ich wegen dem Soundtrack nie vergessen werde. Viele Urlaube, bei denen wir ein oder zwei bestimmte Lieber auf und abgespielt haben, und dann natürlich die berühmten Breakup-Songs, von denen ich lieber fern bleibe. Das Amy Winehouse “Back to Black” Album erinnert mich sehr, sehr viel ans Aufwachsen in Hamburg und meine ersten Erfahrungen als “Teenager”, wenn man das so nennen kann.

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Konzert? Von wem und wo war das?

Ja, das war nach einer Hugo Boss Show. MGMT hat aufgelegt und ich war 15 und war da schon großer Fan von denen. Ich hatte also Glück, mein erstes Konzert war fast privat bei einer kleinen Afterparty.

Gibt es „musikalische Ausschweifungen“ aus Ihrer Jugend / Kindheit, für die Sie sich heute schämen?

Als ich in Athen gelebt habe, habe ich die Schwedische Band Aqua auf und ab in meinem damaligen CD Player gehört. „Im a Barbie Girl“ und so weiter. Aber ich nehme an, das ist normal, wenn man 8/9 Jahre alt ist.

Viele Models und Schauspielerinnen sind schon in Liedern besungen worden. Beispielsweise Uma Thurman von Fall Out Boy, Jennifer Lawrence von Nova and the Experience oder Kate Moss von Pete Dohery (Babyshambles). Wenn es je einen Song über Sie geben würde, wer wäre hierfür ihr bevorzugter Interpret oder Ihre bevorzugte Band?

Missy Elliot. In einem coolen Raggaeton-Mix.

Der amerikanische Musikmarkt und seine Künstler scheinen der deutschen Musiklandschaft oft meilenweit voraus. Welchen Musiker oder welche Band lohnt es sich Ihrer Meinung nach, 2016 im Auge zu behalten?

Majid Jordan und Andra Day. Andra Days Stimme ist unglaublich. Ähnliches Phänomen wie Emily Sande. Habe sie vor Jahren entdeckt und jetzt ist sie auf einmal überall.

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Wir von museek sagen tausendfach DANKE an Toni Garrn, die sich die Zeit genommen hat, unsere Fragen rund um das Thema Musik zu beantworten und wünschen ihr auf diesem Wege viel Erfolg auf ihren weiteren privaten und beruflichen Wegen.

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