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Singapur Sling Iceland Airwaves Festival 2016
Alle Fotos: Matthias Thiede für museek.de

Konzerte & Festivals

museek auf dem Iceland Airwaves Festival 2016 – Teil 2

Gangly beim Airwaves Festival 2016Unser erster regulärer Tag beim Iceland Airwaves Festival 2016 startete um 15:30 Uhr im Kex Hostel mit Gangly, einer isländischen Electroband, die sich aus Mitgliedern verschiedenster Bands zusammensetzt. Der melodische und basslastige Pop wurde von der klassischen isländischen Frauenstimme perfekt unterstützt. Der Gitarrist brachte mit seiner Stimmgewalt eine weitere Dynamik in den halbstündigen Auftritt im Hostel. Gangly wurde 2014 gegründet und sie haben an das lokale Stadtmagazin Reykjavik Greapwine anonym Ihren Song „fuck with somebody else“. Dieser hat dann den Weg ins Internet geschafft und wurde ein riesen Erfolg. Dieses Jahr sind sie nun zum ersten Mal auf dem Airwaves aufgetreten.

Amber beim Airwaves Festival 2016Weiter ging es ins Solon Bistro, wo um 17 Uhr Magnetosphere auftrat. Vor nur 20 Leuten spielte die zweiköpfige Electroband intensive Rhythmen und fesselte uns direkt vom ersten Takt an. Die sympathische Frontfrau Margrét Thoroddsen wurde von Red Robertsson am Synthesizer unterstützt. Im Interview nach dem Konzert erzählte Sie uns, dass sich Sie und Red schon seit 10 Jahren kennen und in verschiedenen Bands gespielt haben. Seit ein paar Monaten treten Sie als Duo auf und sie bezeichnete ihn als Ihren Wingmen, der sie bei Umsetzung ihrer Ideen mit seinem Knowhow unterstützt.

Nach dem Auftritt gings dann wieder zurück ins Kex zu Singapur Sling. Die Band, die für uns eine Mischung aus Kurt Cobain, David Bowie, Nick Cave und Sid Vicious darstellte, spielte eine halbe Stunde lang intensiven Sound der stark an Garage-Rock erinnerte. Absolut tanzbare Riffs und Texte die zum Mitsingen animierten haben uns einen tollen Einblick in Ihr musikalisches Repertoire gegeben.

Hatari beim Airwaves Festival 2016Um 20:50 fand dann mein persönliches Highlight des Tages statt. Hatari inszenierte im Idnó eine beeindruckende Show aus EBM, Punk, Metal und Spokenwords Performance. Das Duo, welches in Uniformen auftrat, die an den Nationalsozialismus erinnerten, brachte eine völlig durchchoreographierte provozierende Show auf die Bühne, in der in der die Rollen der Protagonisten klar verteilt waren. Der Drummer, mit eine vom „Das Schweigen der Lämmer“ inspirierte Ledermaske hielt sich vollständig im Hintergrund und hämmerte teilnahmslos auf dem Schlagzeug vor sich hin. Mit einer hellen Stimme stellte der Gitarrist den devoten Part neben dem dominanten Frontmann dar. Während der Gitarrist mit seinem intensiven Tanzstil immer wieder die Blicke auf sich zog stand der rotbebrillte Frontmann mit seinem verstörend entrückten Gesichtsausdruck stoisch da. Mit aggressiven Stimme unterstützte der Frontmann seine Position. Die ganze Inszenierung steigerte sich bis zum letzten Lied und endete mit der bedingungslosen Kapitulation des Gitarristen. Hatari versteht es zu provozieren und auch wenn wir dem Islandisch nicht mächtig sind, waren die Bilder für alle Festivalbesucher verständlich.

Glowie Iceland Airwaves Festival 2016Den Abschluss des Tages verbrachten wir im Harpa, dem großen Konzerthaus Reykjaviks, wo wir uns zuerst eine Impro-Jamsession von Amber anhörten. Die fünf Jungs spielten einen ruhig entspannten sound mit Keyboard, Posaune, Saxophon, Klarinette, Schlagzeug und E-Gitarre. Anschließend ließen wir mit Glowie den Abend ausklingen. Die Sängerin die eine beeindruckende Show im Style von Rihanna auf die Bühne brachte sprühte nur so vor Energie. Ihren ersten Auftritt auf dem Airwaves Festival beendete Sie mit Ihrer ersten Single „No More“. Unterstützt wurde Sie hierbei von fünf Tänzerinnen und einer perfekt einstudierten Tanzchoreographie.

Alles in allem ein rundum gelungener erster Tag beim Iceland Airwaves Festival 2016, der noch mehr Lust auf den zweiten Tag gemacht hat und an dem wir wieder einige tolle Künstler gesehen haben. Morgen geht’s weiter. Fortsetzung folgt!

Autor

Immer auf der Suche nach guter Musik, regelmäßig auf Konzerten und Festivals unterwegs, meist gut gelaunt und immer ein Lied auf den Lippen oder im Kopf. Schreibt mir gerne eine Mail. Freue mich über Lob, Kritik und viel neue Musik.

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