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Laut, lauter, KoRn: NuMetal-Heroen packen den Bass aus

KoRn Tour 2017 mit Heaven Shall Burn und HellYeah

Konzerte & Festivals

Laut, lauter, KoRn: NuMetal-Heroen packen den Bass aus

Ein KoRn-Konzert verspricht eigentlich immer ein exzellentes Fest zu werden. Wenn dann wie auf der aktuellen „The Serenity of Suffering“-Tour noch Hellyeah und Heaven Shall Burn das Vorprogramm bilden, kann eigentlich nichts schief gehen. Doch die Steigerung von „Bass“ ist leider nicht „Besser“.

Das als „Schepperhalle“ verschriene Zenith ist am Sonntagabend schon zum Opener Hellyeah gut gefüllt. Die Band bestehend aus Mitgliedern von Pantera, Mudvayne und Nothingface ist vor allem eines: verdammt laut. So bemüht und engagiert Hellyeah auf der Bühne auch sind – der Gesang und die Gitarren gehen leider im Soundbrei gänzlich unter. Der Band sieht man ihre Motivation und den Willen, den Fans in der Halle einzuheizen, durchaus an. Leider scheint sich das Geschehen aber „dank“ des schlechten Sounds eher an der Bar oder beim Rauchen abzuspielen, was ziemlich schade für die Band und die Fans in der Halle ist.

Heaven Shall Burn treten als zweite KoRn-Vorband dann den Beweis an, dass der Sound auch in dem für die schlechte Akustik verfluchten Zenith ziemlich gut sein kann. Die Show der Metalcore-Band aus Saalfeld besticht durch ordentlich Tempo, einer gelungenen Lichtshow und einer energiegeladenen Performance. Die Stimmung in der Halle erreicht einen ersten Höhepunkt. Auf Heaven Shall Burn ist einfach Verlass. Die Fans gehen mehr gut ab und feiern die Darbietung wild und hemmungslos ab. Ein Fest für jeden Metal-Fan.

Es ist bereits fast 21:30 Uhr, als KoRn schließlich zu ihrem Intro die Bühne des Münchner Zenith betreten. Die Bühne ist von einem großen Vorhang verhüllt, der schließlich nach den ersten Klängen von „Right Now“ zu Boden fällt. Gleich vom Start weg beweisen KoRn, dass sie Bock auf einen großartigen Konzertabend haben. Die Band um Sänger Jonathan Davis beweist wieder einmal, dass NuMetal noch lange nicht tot ist. Ray Luzier prügelt auf sein Schlagzeug ein, als gäbe es kein Morgen mehr. Fieldy am Bass sowie Head und Munky an den Gitarren präsentieren eine Instrumental-Gewalt, die ihres gleichen Sucht. Eigentlich der perfekte Rahmen für ein Metal-Konzert. Der durchschlagende Sound hält bis ca. nach dem dritten Song „Rotting in Vain“, danach nahm das übel leider seinen Lauf.

Sound-technisch geht es rapide bergab. Sowohl der Bass als auch die Base-Drum am Schlagzeug übernehmen das Kommando und übertönen alles. Auch den dann zu leisen Gesang. Die Gitarren, eigentlich ein Markenzeichen von KoRn, gehen teilweise komplett unter. Die Fans feiern ihre Helden trotzdem ab und machen ordentlich Stimmung. Hits haben KoRn ja schließlich genug im Repertoire. Trotzdem verschlägt es viele Fans an das hintere Ende der Halle. Selbst dort spürt man die kräftigen Vibrationen des Bass noch am ganzen Körper und man hat das Gefühl, dass selbst die eigene Kleidung im Takt der Musik hin und her schwingt.

Nach einer guten Stunde verschwinden KoRn kurz für eine Verschnaufpause hinter der Bühne, ehe die Band als Zugabe noch die beiden Über-Hits „Falling Away from Me“ und „Freak on a Leash“ in die Halle schmettert. Nach 75 Minuten haben die Musiker dann Feierabend. Einerseits ist die doch recht kurze Spielzeit der Band sehr schade, stehen KoRn doch für hervorragende Konzert-Erlebnisse. Auf der anderen Seite bekommen so die strapazierten Gehörgänge der Fans auch ihre verdiente Erholung.

An der Band liegt es in meinen Augen nicht, dass der Nachbericht zum Konzert einen so negativen Tenor hat. Vielmehr enttäuscht wieder einmal der Sound. Schade, das hat München nicht verdient. KoRn sind nach wie vor eine tolle Live-Band, auch wenn der Eindruck erheblich durch die Abmischung im Zenith getrübt wurde. Better luck next time, wenn es wieder heißt: r U ready?!?!!

Ihr wart auch beim KoRn-Konzert in München oder einem anderen Konzert der aktuellen Tour? Schreibt gerne in die Kommentare, wie es euch gefallen hat 🙂

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