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Gerry Cinnamon
Pressefoto: Paul Gallagher / Quelle: Kobalt Music

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Gerry Cinnamon: Ein Mann, eine Gitarre, eine Sensation

Gerry Cinnamons selbstproduziertes Debüt ging nach der digitalen Veröffentlichung an die Spitze der iTunes-Albumcharts. Ohne Umschweife, und ohne allzu viel Tamtam im Vorfeld. Ein Social-Media-Posting reichte aus, und Cinnamon ließ selbst Ed Sheeran hinter sich.

Ein Mann, eine Gitarre, eine Sensation: Gerry Cinnamon. Der schottische Solomusiker bricht mit allen Marktregeln.

Es sind große Worte, aber sie sind bei Gerry Cinnamon angebracht: Seit den Anfangstagen von Bob Dylan hat es die Musikwelt nicht mehr erlebt, dass ein einzelner Musiker mit einer akustischen Gitarre und kämpferischen, authentischen, in keinster Weise auf Kommerzialität gebürsteten Songs derart rasant von einem Geheimtipp zu einem internationalen Star gereift ist. Noch vor vier Jahren spielte der 33-Jährige vor 50 Leuten in einem Pub in seiner Heimatstadt Glasgow, Ende vergangenen Jahres verkaufte er an gleichem Ort den legendären Barrowland Ballroom für zwei Nächte in Folge innerhalb von Sekunden aus. Gleiches galt für seine erste UK-Headline-Tour, für sämtliche Shows in Großbritannien waren die Tickets in Minuten ausverkauft.

Dies alles gelingt Gerry Cinnamon trotz oder gerade aufgrund massiver Eigenheiten: Er singt und spricht in einem ausgeprägten schottischen Akzent, intoniert seine Songs weniger schön als vielmehr manisch besessen und vermittelt in ihnen konturscharfe, zuweilen ätzend zynische Gesellschafts- und Medienkritik. Mit all diesen Eigenschaften ist er geradezu ein neues „Role Model“ gegen alle üblichen Marktgesetze der Musikindustrie, und genau darin hat Gerry Cinnamon mittlerweile einen missionarischen Eifer entdeckt. Ende 2017 erschien sein Debütalbums „Erratic Cinematic.

Der Hauptgrund, sich mit seinen Songs überhaupt in die Welt der Profimusik zu begeben, sei, so sagt Gerry Cinnamon, „dass dieses ganze Business völlig korrupt ist und immer weniger mit einem künstlerischen Gedanken in Verbindung steht. Die ‚X-Factorisierung‘ der populären Musik ist maximal vorangeschritten. Ich hatte irgendwie das dringende Gefühl, einmal zeigen zu müssen, dass es auch anders geht.“ Aus diesem ursprünglichen Antrieb ist mittlerweile eine regelrechte Mission geworden; kaum ein Interview, in dem Cinnamon, 1985 als Gerry Crosbie in Glasgow geboren, nicht im Detail beschreibt und ausführt, was er jungen Musikern rät, wie sie sich positionieren sollten und was alles zu tun ist, um der weiteren Verflachung der künstlerischen Qualität von Popmusik entgegen zu wirken. Es ist nur folgerichtig, dass er sich in dieser Position sieht, denn er hat mit seinen Songs selten nachdrücklich bewiesen, dass die globalen Musikhörer mehr als bereit sind für schlichte, aber grandios komponierte Songs mit meinungsstarken politischen und gesellschaftlichen Texten.

Dass es überhaupt dazu gekommen ist, verdankt er einer eher schwierigen Jugend im Glasgower Stadtteil Castlemilk, einem der schlimmsten sozialen Brennpunkte ganz Schottlands. Um als Teil einer Jugendgang ärgeren Problemen und Konfrontationen mit anderen Gangs oder der Polizei zu entgehen, wurde der junge Gerry Crosbie von seinen Eltern für längere Zeit zu dem Vater eines Freundes nach London geschickt, wo er laut eigener Aussage „nichts zu tun hatte als Cricket zu schauen oder Gitarre und Harmonika zu spielen.“ Dabei wurde er zwangsläufig immer besser, aus ziellosem Herumspielen schälten sich zu seiner Überraschung immer mehr Songs. Zurück in Glasgow, begann er, diese Songs bei einer Open-Mic-Nacht in einem Pub wöchentlich zu präsentieren. Schon nach wenigen Wochen quoll der Pub förmlich über vor Besuchern. Erst da manifestierte sich Cinnamons Wunsch, die Sache mit der Musik ernster zu betreiben.

Es blieb ihm letztlich auch kaum etwas anderes übrig, denn ohne jede Medien-Unterstützung oder Promotion, ja nicht einmal über die sozialen Netzwerke, sondern fast ausschließlich durch klassische Mundpropaganda wuchs seine Fangemeinde in einem so rasenden Tempo, dass diverse Führungsfiguren aus Medien und Musik feststellten, so etwas habe man seit dem Aufstieg von Oasis nicht mehr erlebt. Dabei ist dies alles bislang nicht mehr als der Anfang einer Karriere, wie man sie definitiv nur selten erlebt hat.

Gerüchten zufolge wird Gerry Cinnamon keinen geringeren als Liam Gallagher bei seiner Deutschland-Tour im Februar 2020 als Support begleiten. Pflichttermin würde ich sagen!! 🙂

Gerry Cinnamon im Internet: Webseite | Instagram | Facebook | YouTube

Quelle: Trinity Music

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Immer auf der Suche nach guter Musik, regelmäßig auf Konzerten und Festivals unterwegs, meist gut gelaunt und immer ein Lied auf den Lippen oder im Kopf. Schreibt mir gerne eine Mail. Freue mich über Lob, Kritik und viel neue Musik.

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