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Please Madame feiern mit King Pigeon einen rockigen Tourauftakt im Orangehouse München

Beim Sommerfest vom Musikhaus thomann 2015 im oberfränkischen Treppendorf habe ich Please Madame zum ersten Mal live gesehen und ihre Musik für mich entdeckt. Die Vorstellung der Band aus Österreich erschien als eine der ersten auf museek.

Seitdem gab es immer mal wieder losen Kontakt, vor allem zu Schlagzeuger Niklas. Auf Einladung der Band konnte ich Please Madame gestern endlich mal wieder bei ihrem Konzert im Orangehouse München, zusammen mit ca. 80 weiteren Musikfans, live erleben.

Die Vorband King Pigeon, die an diesem Abend Heimspiel hat, heizt schon früh am Abend gut ein und sorgt mit ihrem funkig-rockigen und wunderbar melodischen Sound gleich mal für gute Laune im Saal. Das gefällt und macht Lust auf mehr. Insgesamt ein starker und facettenreicher, gut halbstündiger Auftritt der vier Herren von King Pigeon. Rufe nach einer Zugabe inklusive. Lädt definitiv zum wiederhören ein.

Kurz nach 21:30 Uhr geht das Licht im Orangehause aus und begleitet von einem stimmungsvollen Intro legen Please Madame los. Mit „We known nothing“ vom neuen Album „Young Understanding“ wird gleich die Marschrichtung des Abend vorgegeben. Wer Please Madame bisher nur unter dem Prädikat „Austro Pop“ eingestuft hat, wird sofort eines besseren belehrt. Vergleiche mit Wanda, wie sie manche Musikmagazine bereits angestellt haben, haben hier erst recht nichts verloren. Also ganz schnell Schublade wieder zu!

Getanzt und freudig von einem auf den anderen Fuß gewippt wird ab der ersten Minute. Begleitet von witzigen Ansagen von Sänger Dominik rocken sich Please Madame in Rage. Im Vergleich zu unserer ersten Begegnung 2015 haben Please Madame nicht nur ein neues Album am Start, sondern sind musikalisch nochmal um einiges vielfältiger geworden. Das hört man deutlich und das macht Spaß im Ohr. Die sympathischen Österreicher nehmen im Orangehouse wirklich jeden mit und schaffen so eine tolle Atmosphäre.

Obwohl ich weiß, dass Vergleiche scheiße sind, einer muss doch sein. Gegen Ende des Songs „Friends“, als man den Instrumenten freien Lauf lässt, klingt Sänger Dominik so, als ob Brian Molko von Placebo beim Incubus-Hit „Megalomaniac“ den Gesangspart übernommen hätte. Ob das der Akustik im Orangehouse geschuldet ist? Keine Ahnung. Jedenfalls ganz großes Kino, was hier gesanglich und instrumental abgeliefert wird.

Hangestoppte 10 Sekunden dauert es, bis Please Madame nach dem letzten Song des regulären Sets unter lauten Zugabe-Rufen erneut auf die Bühne kommen. Gehen will hier eigentlich eh noch niemand.

Eröffnet wird der Zugaben-Block mit „Be My Ending“, ein Song, bei dem sich das Münchner Publikum nicht nur text-sicher präsentiert, sondern auch nochmal ordentlich das Tanzbein schwingt. Den zweiten Song der Zugabe kündigen die Österreicher als Ballade an. Seit der Ankündigung von Static-X bei Rock im Park 2004, dass der nächste Song ein „Love Song“ sei, man dann aber „Get to the Gone“ um die Ohren geschmissen bekam (ja, googelt das ruhig Mal), hab ich so eine Übertreibung nicht mehr gehört . Natürlich wird auch hier fröhlich drauf weiter gerockt.

Mit „Ship a Dollar to Europe“ verabschieden sich Please Madame von der Bühne. Jedoch nicht, ohne nochmal alles vom Publikum abzuverlangen. Wer bei dem Song nicht abgeht, ist selbst schuld.

Um 23:15 Uhr ist Schluss. Eigentlich schade, denn Please Madame hätte man noch ewig zuhören können.

Manchmal braucht es eben nicht mehr, als Gitarren, Bass und Schlagzeug, um nen mega geilen Abend zu haben. Danke King Pigeon! Merci vielmals Please Madame! Bei der bekannten Spiele-Reihe „Guitar Hero“ heißt es nach einem perfekten Auftritt YOU ROCK! Das gilt nicht nur, aber bei diesem Konzert besonders, auch für King Pigdeon und Please Madame. Auf bald. Ich freu mich!

Link zur Homepage von Please Madame
Link zur Homepage von King Pigeon

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