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DIR EN GREY bringen München zum toben

Der massive Einsatz von Kajal und sogar des ein oder anderen stil-echten Mundschutzes – schließen kommen DIR EN GREY aus Japan – ist das Erste, was einem beim ersten Anblick der zahlreich erschienenen Fans ins Auge sticht. Zahlreich sind sie gekommen, das von der Theaterfabrik ins Technikum verlegte Konzert ist schon lange ausverkauft. DIR EN GREY haben sich in den letzten Jahren aber auch rar gemacht – das letzte Konzert auf deutschem Boden datiert aus 2015.

Die dominierende Farbe an diesem Abend? Aber sowas von schwarz! Einzelne blaue, grüne oder rote Farbtupfer gibt es lediglich durch bunt gefärbte Haare der Fans vor Ort. Das Publikum an sich dürfte im Durchschnitt 20-25 sein. Das beruhigt mich irgendwie. Konzert-Nachwuchs ist ausreichend vorhanden.

Kurz nach 20 Uhr geht’s los und die Menge tobt ab dem ersten Ton des audiovisuellen Intros. Eine große Videowall im Hintergrund sorgt für die entsprechende Atmosphäre. Zusätzlich lässt eine Windmaschine einen der Gitarristen besonders lässig aussehen, wenn er mit wehender Mähne seinem Instrument die wildesten Töne entlockt. Gute Inszenierung können Sie bei DIR EN GREY.

dir en grey münchen konzert 2018

Foto: DianaT, privat

Stellenweise klingen DIR EN GREY wie Iron Maiden auf japanisch, nur um dann im nächsten Moment mit voller musikalischer Härte zuzuschlagen. Das gefällt und löst regelmäßig Jubelstürme aus. Sagen tut die Bands nichts, doch trotzdem schaffen sie es regelmäßig, mit typischen Rock-Gesten ihre Fans zum Ausflippen zu bringen.

Was „früher“ Pogo war, wird heutzutage scheinbar durch wildes Arme in die Höhe reißen ersetzt. Rein melodisch hätte man ja schon Lust auf Pogo und Wall of Death, man möchte halt nur niemanden stören oder unangenehm auffallen. Nicht falsch verstehen – DIR EN GREY liefern. und zwar so richtig. Der Mittzwanziger in mir würde es nur anders zelebrieren ^^

Wichtig ist aber doch, dass alle ihren Spaß haben. Und das ist definitiv der Fall. erfreulich bei all der Ekstase, die in der Luft liegt: Handys sind so gut wie keine in der Luft. Hier genießt man noch das Konzert. Wie Anno Dazumal. Oder wie eben zu meiner „wilden Zeit“. Danke DIR EN GREY für ein Konzerterlebnis der Extraklasse!!

Bleibt nur noch zu hoffen und zu wünschen, dass die Japaner ihre deutschen Fans nicht wieder lange auf eine neue Tour warten lassen.

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