Dark Mode Light Mode

Hi Mum treffen den Sweet Spot zwischen Shoegaze, Indie und Grunge

Foto Credit: Hi Mum / Quelle: kiosque-booking.com

Hi Mum aus Nürnberg gehören zu diesen Bands, die man erst gar nicht groß einordnen möchte, weil sie schon beim ersten Hören eine eigene kleine Welt aufmachen. Eine Welt, in der Slacker-Apathie und detailverliebte Gitarrenarbeit erstaunlich harmonisch zusammenfinden, in der Melodien eher auftauchen als komponiert wirken und in der die 90er zwar durch die Ritzen scheinen, aber nie den Ton bestimmen. Alles klingt ein bisschen so, als würde die Band einen Raum betreten und ihn ohne Aufwand sofort in etwas Warmes, Vertrautes verwandeln – ein Gefühl, das man nicht mehr so oft bekommt.

Die Art, wie Hi Mum ihre Songs bauen, verrät ein gutes Gespür für Timing: nichts drängt, nichts stolpert, alles fließt mit einer Selbstverständlichkeit, die man sich nicht antrainieren kann. Man spürt, dass hier vier Leute spielen, die lieber Atmosphäre als Attitüde erzeugen. Und dass sie darin ziemlich gut sind.

Die bisher veröffentlichten Singles zeigen das in zwei verschiedenen Farben. „Salem“ ist der träumerische Teil des Spektrums: Gitarren, die wie Nebel hängen, eine Melodieführung, die irgendwo zwischen Müdigkeit und Melancholie schwebt, und ein Tempo, das sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Ein Song, der sich nicht erklären will, sondern einfach bleibt. „Caller ID“ dagegen wirkt fokussierter, direkter – ein bisschen grungiger, ein bisschen kantiger, mit einem Refrain, der vertraut wirkt, ohne wirklich vorhersehbar zu sein. Zusammen erzählen die beiden Tracks von einer Band, die ihre Stärken kennt und sich trotzdem noch genug Raum lässt, um jederzeit abzubiegen.

Am 27.03.2026 erscheint das Debütalbum von Hi Mum mit dem Titel „Ghostwood“ via Flight13 / Rookie Records sowohl digial, als auch auf LP. Dass es eine limitierte weiße Vinylversion gibt, passt gut dazu – Musik, die atmet, gehört eben auch auf ein Format, das das zulässt.

Hi Mum klingen nach einer Band, die ihren eigenen Rhythmus längst gefunden hat und trotzdem neugierig bleibt. Wenn das Debüt hält, was die ersten Songs versprechen, dann ist „Ghostwood“ nicht nur ein Album, sondern ein kleines Versprechen an die Zukunft.

Wer Hi Mum live erleben will, hat an folgenden Terminen die Gelegenheit:
12.12.25 – Würzburg, Cairo (Support für Fuller)
13.12.25 – München, Kafe Kult (Support für Fuller)
29.01.26 – München, Import Export (Support für Batbait)
30.01.26 – Nürnberg, MUZ (Support für Batbait)
07.02.26 – Hamburg, Hafenklang (Support für Batbait)
02.05.26 – Dresden, Groovestation (Krakenfest)

Hi Mum im Internet: Webseite | Instagram | Spotify

Previous Post
Reigning Scarlet Band

Reigning Scarlet – Im Echo zwischen Aufbruch und Nostalgie

Next Post
Spouses music

Lo-fi, folkig, entrückt: SPOUSES und die Kunst der entschleunigten Intensität

Advertisement
escort mersin - volgers kopen tiktok