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Wir. Stimmen für geflüchtete Menschen – München sagt Danke

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Wir. Stimmen für geflüchtete Menschen – München sagt Danke

München ist bunt. Das wurde am gestrigen Sonntag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Beim großen Dankeschön-Open-Air „Wir. Stimmen für geflüchtete Menschen“ auf dem Münchner Königsplatz feierten 24.000 Menschen eine friedliche, fröhliche und außergewöhnliche Party, die von Bellevue di Monaco gemeinsam mit Sportfreunde Stiller innerhalb weniger Wochen auf die Beine gestellt wurde.

Es war vor allem ein Abend der großen Gesten. Nach der Eröffnung des Konzertabends gegen 17:40 Uhr durch die Sportfreunde Stiller und Oberbürgermeister Dieter Reiter gesellte sich letzterer sogleich zur Gruppe Dreiviertelblut, schnappte sich eine Gitarre und performte den ersten Song des Abends mit ihnen gemeinsam. Es sollte aber nicht der einzige ungewöhnliche Gastauftritt an diesem Abend bleiben, der von den Joko Winterscheidt und Rainer Maria Jilg gut gelaunt moderiert wurde.

Was neben der zum Ausdruck gebrachten Solidarität für geflüchtete Menschen und dem Danke sagen an alle Helfer diesen Abend zusätzlich zu etwas Besonderem machte, waren die vielen gemeinsamen Auftritte der verschiedensten Künstler und Bands, die man so wohl noch nie erlebt hat. So stehen die Sportfreunde Stiller für einen Song als Begleitband von Bosse auf der Bühne und die ehemalige Sängerin von Wir sind Helden, Judith Holofernes, gibt ihre Songs in Begleitung von Pianist Aeham Ahmad wieder. Eine tolle Geste mit einem traurigen aber zugleich Hoffnung machenden Hintergrund. Aeham Ahmad erlangte weltweite Bekanntheit dadurch, dass IS-Milizen sein rollendes Klavier zerstörten, auf dem er in den Trümmern von Damaskus für Hoffnung und gegen Terror spielte.

Die Mannen von Fettes Brot gaben sich ebenfalls die Ehre auf der Bühne am Königsplatz und brachten mit ihren Songs das Publikum zum Tanzen und Hüpfen. Doch auch die ruhigen und nachdenklichen Töne kamen an diesem Abend nicht zu kurz. Wurde das Thema Vertreibung und Flüchtlinge von Michael Mittermaier noch bissig pointiert, so brachten es OB Dieter Reiter, BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, Sprecher von Flüchtlingsinitiativen und Einrichtungen und die Sportfreunde Stiller, an dieser Stelle stellvertretend für alle auftretenden Künstler, klar zur Sprache: München ist bunt, Anfeindungen dürfen keinen Platz in den Köpfen der Menschen haben, Refugees Welcome!
Es gab beim „Wir. Stimmen für geflüchtete Menschen“ Open Air viele sehr beeindruckende Momente. Besonders eindrucksvoll war es aber, als der ganze Platz sich an einer Schweigeminute beteiligte und die anwesenden Besucher dabei ihre Handys und Feuerzeuge erhoben, was den Königsplatz zu einem Lichtermeer der Hoffnung werden ließ.

Höhepunkt des Abends war für viele sicher der Auftritt von Herbert Grönemeyer. Mit viel Power fegte dieser über die Bühne auf dem Königsplatz und hielt sich dabei mit politischen Statements nicht zurück. Abschließender Höhepunkt des Abends war sicherlich die Darbietung Grönemeyers zu seinem Song „Mensch“. Alle Künstler des Abends versammelten sich dabei auf der Bühne und sangen diesen Song gemeinsam mit Grönemeyer und dem Publikum. Ein Abend voller großer Gesten, Gänsehaut-Momenten und tollen Auftritten fand mit diesem grandiosen Schlussbild ein fantastisches Ende.

An dieser Stelle möchten wir noch etwas tun, was in unseren Augen viel zu selten passiert. Wir wollen „Danke“ sagen. Danke an die Organisatoren dieses unglaublichen Abends. Danke an alle Besucher, die einen unvergesslichen Moment geschaffen haben. Nicht zuletzt natürlich ein besonders großes Dankeschön an alle Helfer, die sich mit ihrem Einsatz für geflüchtete Menschen eingesetzt haben und weiterhin einsetzen!

Wenn es nach Herbert Grönemeyer ginge, würde eine solche Veranstaltung nun jedes Jahr stattfinden. Da hätten wir wirklich nichts dagegen. Auch wenn OB Reiter bei seiner Begrüßung scherzhaft feststellte, dass man beim nächsten Mal lieber vier Wochen vorher bei der Stadt anfragen solle. Und auch ohne zusätzliche vier Wochen Vorbereitungszeit haben alle Verantwortlichen ein beispielloses Open Air auf die Beine gestellt. München ist eben nicht nur bunt, sondern kann auch anpacken. DANKE!

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