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So war der BigCityBeats World Club Dome 2017

So war der BigCityBeats World Club Dome 2017

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So war der BigCityBeats World Club Dome 2017

Der Big City Beats World Club Dome feiert 5-jähriges Jubiläum – Wir waren dabei.

Am vergangenen Wochenende lud der Big City Beats World Club Dome wieder einmal Besucher aus aller Welt ein, um gemeinsam das 5-jährige Bestehen des größten Clubs der Welt zu feiern. Als im Juni 2013 das erste Ein-Tages-Festival mit 25.000 Besuchern im Rahmen des 9-jährigen Bestehens von dem Radiosender Big City Beats in der Frankfurter Commerzbank-Arena ausgetragen wurde, hat wohl noch niemand damit gerechnet, dass der World Club Dome bereits 5 Jahre später alle Besucherrekorde brechen würde. Das mittlerweile dreitägige Festival konnte in diesem Jahr zum ersten Mal wenige Tage vor dem Beginn vermelden: Restlos Ausverkauft!

Voller Vorfreude begaben wir uns am Freitag auf den Weg nach Frankfurt – und wurden prompt von einem auf uns hereinprasselnden Regenschauer begrüßt. Vom überdachten Pressecounter hangelten wir uns über die Sicherheitskontrollen von Baum zu Baum bis hin zur Arena, um noch einigermaßen trocken auf dem Infield anzukommen. Doch alle unsere Mühen waren vergebens – klatschnass standen wir im Inneren der Commerzbank-Arena und warteten gespannt auf den niederländischen DJ Afrojack, der 2014 sein erstes Debut-Album Forget the World herausbrachte, auf dem unter anderem die Stimmen von Matthew Koma, Chris Brown und Snoop Dogg zu hören sind. Bei heißen Klängen aus seinen Hits Ten feet tall und The Spark vergaßen wir sofort die regnerische Stimmung außerhalb der Arena und stimmten uns auf das Opening des World Club Domes ein, das in diesem Jahr von dem, in meinen Augen immer noch weltbesten DJ Hardwell übernommen wurde. Auch wenn seine Show in diesem Jahr im Vergleich zu den Shows zuvor (vielleicht schleicht sich ja bei meinem 6. Konzertbesuch als treuer Fan auch ein wenig Routine ein) nicht sonderlich spektakulär war, sorgte Hardwell mit den Mixes aus seinen alten und neuen Liedern für einen mehr als nur gelungenen Startschuss für das bevorstehende Festivalwochenende. Auch seine neueste Kreation Creatures of the Night mit Austin Mahone durfte hier natürlich nicht fehlen. Untermalt wurde seine Show von der anschließenden Opening-Show, bei der Radiosender aus aller Welt dem Big City Beats zum 5-jährigen Jubiläum gratulierten. Resident DJ Le Shuuk, der quasi zum Inventar des Big City Beats gehört, heizte die Menge mit seiner diesjährigen World Club Dome Hymne ein, abgerundet von dem alljährlichen Feuerwerk.

Impressionen vom Big City Beats World Club Dome 2017Der zweite Tag startete zu unser aller Freude mit sonnigen Temperaturen, zu denen sich die Besucher bei den Pool Sessions im Waldbad tummelten und zwischen den Tanzeinheiten im kühlen Wasser erfrischten. Die Hoffnung, an diesem Tag einmal trocken zu bleiben hielt leider nicht lange an. Aber auch der einsetzende Regen am Nachmittag hielt die feierwütige Menge nicht davon ab, zu Hardstyle Klängen von Wildstylez, Noisecontrollers oder Zatox vor der Q-Dance-Stage oder der in diesem Jahr neu hinzugekommenen Skyline-Stage zu Hip-Hop Beats von Yellow Claw und Waka Flocka Flame zu tanzen. Die Q-Dance Stage zeigte sich dieses Mal von ihrer wilden, animalischen Seite, denn den Veranstaltern war es gelungen, die Madrill-Stage – bekannt aus verschiedensten weltweiten Dance Festivals – nach Frankfurt zu holen.

Erstmals seit Bestehen des World Club Domes trat am Samstagnachmittag die Hamburger Hip-Hop und Elektropunk-Formation Deichkind im größten Club der Welt auf und sorgte zu den Klängen ihrer bekanntesten Hits wie Remmidemmi, Leider Geil oder Illegale Fans bei uns für ausgelassene Stimmung, denn wer kennt die Texte von Deichkind nicht? In altbewährter Deichkind-Manier lieferten die 7 Jungs eine schräge Live-performance ab und ließen es sich nicht nehmen, in einem Fass durch die Frontstage zu „rollen“ und hautnah mit den Fans zu feiern. Als Höhepunkt und gleichzeitigem Abschluss der Show schmissen die Jungs mit den „Yippie Yippie Yeah, Krawall und Remmidemmi“- grölenden Fans eine Wahnsinns Party inklusive Hüpfburg, Trampolin und Planschbeckens. Nach diesem aufregenden Aufritt sorgte Robin Schulz mit sommerlichen Klängen wieder für ein wenig Abkühlung. So konnten wir neue Energie für den Publikumsliebling Steve Aoki tanken. Dieser ließ sich schon nach der Landung mit dem Helikopter auf dem Gelände von hunderten Fans in gewohnt verrücktem Look samt Leoparden-Hose und pinkfarbener Joggingjacke feiern. Sehr zum Missfallen des DJs, der zu diesem Zeitpunkt gerade sein Set auf der Q-Dance-Stage zum Besten gab und plötzlich beim Auftauchen des Helikopters beinahe alleine dastand. Auf der Bühne angekommen, war es dann vorbei mit der Verschnaufpause und nach drei erfolglosen Versuchen ins Infield zu kommen, konnten wir dann später endlich doch noch zu seinen ausgefallenen elektronischen Beats, vermengt mit Hip-Hop und in diesem Jahr zum ersten Mal auch Hardstyle Elementen, tanzen. Natürlich durfte auch in diesem Jahr Aoki´s Tortenschlacht nicht fehlen, bei der die Zuschauer in der Frontstage zu seinem Lied Cake Face von der köstlichen Creme-Torte naschen durften. Für eine weitere Abwechslung vor dem großen Aufritt von Dimitri Vegas und Like Mike sorgte der kanadische Musikproduzent und Ausnahmekünstler Deadmau5, der vor allem in den Stilrichtungen Progressive House und Deep House unterwegs ist. Mit einer herausragenden Licht- und Bildershow konnte der DJ, der ebenfalls zum ersten Mal beim World Club Dome auftrat, verzaubern. Für sein Markenzeichen, die Mau5head Maske, war es ihm Möglicherweise zu warm, denn er hatte sie nur sporadisch auf.

Impressionen vom BigCityBeats World Club Dome 2017Wie im letzten Jahr brachten Dimitri Vegas und Like Mike dann zum Abschluss des zweiten Festivaltages die randvolle Commerzbank-Arena zum Beben, indem die Tomorrowland-DJs die komplette Menge Arm in Arm von links nach rechts und wieder zurück hüpfen ließen, was in einem kompletten Chaos bei uns im Infield endete. Diesen Spaß ließ sich Steve Aoki selbstverständlich nicht nehmen und hüpfte Arm im Arm mit seinen DJ-Kollegen, die sich deutlich besser dabei anstellten, als wir in der Menge, über die Bühne.

Wie das leider bei den besten Momenten im Leben so ist, brach für uns mit dem Sonntag schon der letzte Tag des World Club Domes an. Nicky Romero, der mit seiner Single My friend den Durchbruch in der EDM-Szene schaffte und seither innerhalb seines Labels Protocol Recordings mit Größen wie David Guetta, Flo Rida, Nicky Minaj oder Lil Wayne zusammenarbeitet, heizte uns ordentlich ein. Aber das war erst der Anfang, denn danach sollte Marshmello dafür sorgen, mich als überzeugten Hardwell-Fan ins Schwärmen zu bringen und mein persönliches Highlight des World Club Domes 2017 zu werden. Mit seiner unbeschwerten sympathischen Art, seinem weißen Outfit und seinem Markenzeichen, dem Helm mit einem Smiley-Gesicht darauf, begeisterte er durch einzigartige Future Bass und Trap Klänge und der besten visuellen Umrahmung des kompletten Wochenendes die Zuschauer. Auch sein wohl bekanntester Hit Alone war in seinem Set vertreten. Dem konnte der Grammy-Gewinner für seine Single Clarity, ZEDD, im Anschluss leider nicht das Wasser reichen. Für einen krönenden Abschluss des World Club Domes sorgte, der in diesem Jahr im Rahmen des DJ Mag zum weltbesten DJs ausgezeichnete, Martin Garrix. Es folgte eine Closing-Show, die leider auch im 5. Jahr nicht von der Opening Show am Freitagabend abweicht und daher für die kommenden Jahre noch Raum für Verbesserungen lässt.

Bilder World Club Dome 2017 Big City BeatsDer Big City Beats World Club Dome hat es in nur 5 Jahren geschafft, sich in der EDM-Szene zu etablieren und ist spätestens nach dem diesjährigen Besucherrekord von insgesamt 140.000 Zuschauern ein Pflichttermin für alle Liebhaber der elektronischen Musik. Wem der World Club Dome nicht genug ist, hat die Möglichkeit, sich die Wartezeit mit weiteren Events aus der Big City Beats Reihe, wie dem Unite with Tomorrowland am 29. Juli, dem World Club Dome in Korea von 22.-24. September und der Big City Beats Winter Edition am 11.November zu verkürzen. Wir freuen uns schon drauf!

Wie waren eure Eindrücke & Erlebnisse? Schreibt sie gerne in die Kommentare am Ende der Seite!

Bericht und Fotos: Kyra Gräbner

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