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Rock im Park 2014 – Der Sonntag

Sound-Turm bei Rock im Park 2014

Konzerte & Festivals

Rock im Park 2014 – Der Sonntag

Der vorletzte Festivaltag bei Rock im Park startete für uns am frühen Nachmittag. Powerman 5000 (dem Ein oder Anderen vielleicht durch ihren Beitrag auf dem Soundtrack zu „Freddy vs. Jason“ ein Begriff) gaben sich auf der Alternastage die Ehre.  Sichtlich gut gelaunt enterten sie die Bühne und legten auch sofort ordentlich los. Mit ihrem Industrial-Metal begeisterten Powerman 5000 auch von der ersten Sekunde an das Publikum. Und das trotz Temperaturen weit über der 30 Grad Marke.
Der Mix aus älteren Songs und neuem Material ihres im Mai veröffentlichten Albums „Builders of the Future“ fand großen Anklang und so hinterließen Powerman 5000 nach einer halbstündigen Performance zwar  schwitzende aber glückliche Fans zurück.

 Powerman 5000 Rock im Park DSCN3931

Als nächstes standen eigentlich Taylor Momsen und ihre Band The Pretty Reckless auf unserem persönlichen Programm und wir begaben uns daher auf den Weg zur Centerstage. Wie der Zufall es wollte, bekamen wir aber noch den letzten Song der Band 257ers zu sehen und zu hören. Um ehrlich zu sein, war uns die 3-Mann-Combo vorher völlig unbekannt (Asche über unser Haupt). Wir wurden Zeuge eines von ihnen selbst betitelten „Balladengrabens“, der sich innerhalb weniger Augenblicke als verdammt große Wall of Death herausstellte. Zu den klängen des 257ers Songs „Abgehn“ wurden mehrere Balladengräben eröffnet und es herrschte eine herrlich verrückte und tolle Stimmung – nicht nur im ersten Wellenbrecher. 257ers, sollte man sich mal im Gedächtnis behalten!

 257ers bei Rock im Park DSCN3946

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann soweit und die (vielen sicher als Jenny aus der US-Serie Gosspi Girl bekannte) Taylor Momsen betrat mit ihrer Band The Pretty Reckless die Centerstage auf dem Zeppelinfeld. Neben einer wirklich gelungenen musikalischen Darbietung bot sich hier vor allem für die Herren der Schöpfung ein echter optischer Leckerbissen. Taylor Momsen versteht es einfach, sich gekonnt in Szene zu setzen und vollführte die ein oder andere Verrenkung am Mikro-Ständer oder am Schlagzeug.  Auch wenn man den anderen Musikern der Band damit Unrecht tut, The Pretty Reckless sind einfach Taylor Momsen. Natürlich ließ die es sich auch nicht nehmen, das aktuelle The Pretty Reckless Album „Going to Hell“ ordentlich zu promoten und so fanden einige Songs daraus natürlich auch den Weg in die Setlist. Unserer Meinung nach klingen diese live sogar noch um einiges besser als auf CD.

 The Pretty Reckless - Rock im Park 2014 DSCN3957 DSCN3959 DSCN3961

Nach einer kleinen Verschnaufpause, inklusive dem Festival-Klassiker Dresdner Handbrot zur Stärkung,  ging es auf der Centerstage für uns weiter mit dem Auftritt von Alligatoah. Der deutsche Senkrechtstarter des vergangenen Jahres bot eine von vorne bis hinten durchchoreografierte Bühnenshow und sorgte mit skurrilen Einlagen für viele Lacher unsererseits. Zusammen mit Butler Boy Basti führte Alligatoah ein musikalisches Theaterstück auf, bei dem seine großen Hits des letzten Albums „Triebwerke“ natürlich nicht fehlen durften. Diverse Outfit-Wechsel und Songs später standen wir freudestrahlend in der Nürnberger Nachmittagssonne und grölten mit vielen tausend anderer Fans zum Abschluss des Konzertes aus tiefster Kehle den Alligatoah-Hit „Willst Du“ mit. Obwohl der Auftritt von Anfang bis Ende durchgeplant war, wirkten viele Ansagen doch spontan und das Publikum wurde sehr gut ins Programm mit einbezogen. Ein Gute-Laune-Auftritt par excellence!

 Alligatoah Auftritt bei RiP 2014 DSCN3971

Weiter ging es an gleicher Stelle mit der US-Band Fall Out Boy. Die Mannen um Pete Wentz reihten bei ihrem Auftritt Hit an Hit und selbst die (unserer Meinung nach nicht so tollen) Songs des aktuellen Fall Out Boy Albums kamen live super rüber. Pete Wentz wirkte erstaunlich fit während des gesamten Auftritts und trug so zu einer tollen Stimmung maßgeblich bei. Bei Hits wie „Sugar we’re going down“ oder dem Michael Jackson Cover „Beat it“ verwandelte sich das Nürnberger Zeppelinfeld in eine riesige Dance-Party, zu der Fall Out Boy den perfekten Soundtrack lieferten.
Fall Out Boy waren für uns in diesem Jahr wirklich ein Must-See, zumal sie sich in der Vergangenheit recht rar gemacht haben. Dass sie aber dermaßen abliefern – anders kann man das wirklich nicht beschreiben – hat uns dann doch überrascht. Respekt! Bleibt ihnen zu wünschen, dass sie an alte Erfolge anknüpfen können und wir sie bald wieder bei Rock im Park begrüßen dürfen.

Zu den klängen des AC/DC Songs Thunder (textlich abgewandelt auf FANTA) betraten anschließend Die Fantastischen Vier unter großem Jubel die Bühne. Was folgte war ein Querschnitt aus mittlerweile 25 Jahren Bandgeschichte. Mit viel Charm und Witz verstanden es Smudo, Thomas D, Michi Beck und Andy das Publikum zu unterhalten und konnten sich auch den ein oder anderen Seitenhieb auf Rock am Ring und den Nürburgring nicht verkneifen. Die Fanta4 lieferten zusammen mit ihrer Live-Band eine wirklich rundum gelungene Show ab und selbst Fans der härteren Gangart sangen die Zeilen zu Hits wie „MfG“ oder „Sie ist weg“ begeistert mit. Man konnte ganz den Eindruck gewinnen, dass Die Fantastischen Vier kein Jahr gealtert sind. Grundsympathisch und gut gelaunt verging der Auftritt des Co-Headliners von Rock im Park an diesem Tag wie im Fluge. „Silberhochzeit, immer noch tight“ – Dieser Zeile aus der Jubiläums-Single „25“ ist eigentlich nichts hinzuzufügen. In diesem Sinne: Ein Toast auf die nächsten 25!

 Die Fantastischen Vier bei Rock im Park DSCN4003

Nun war es an der Zeit für den Sonntags-Headliner: Linkin Park. Von uns ebenfalls mit Spannung erwartet betrat die Band um Chester Bennington und Mike Shinoda die Centerstage. Nachdem das Set mit der neuen Single „Guilty all the same“ aus dem neuen Linkin Park Album „The Hunting Party“ eröffnet wurde, präsentierte die Band einige Songs der ersten beiden Alben und die Stimmung bei den Fans war unbeschreiblich. Diese erreichte schon beim früh gespielten „One Step Closer“ einen ersten Höhepunkt und das Zeppelinfeld bebte. Glasklarer Sound und eine sehr gut aufgelegte Band trugen ihren Teil dazu bei.

 Linkin Park - Rock im Park 2014 DSCN4013 DSCN4014 DSCN4017

Nach einem kurzen Blick auf die Setlist des vorangegangenen Rock am Ring Auftritts (die für uns leider zu viele neuere Songs enthielt), entschieden wir uns ca. in der Mitte des Sets für einen Abstecher auf die überaus gut besuchte Alternastage, auf der Rob Zombie sein Unwesen trieb. Das Bühnenbild bestand, passend zu Zombies Image, aus Geschöpfen und Kreaturen der Horrorfilm-Geschichte. Begleitet von seiner Band um John 5 (ehemaliger Gitarrist von Marilyn Manson), der während des Auftritts mehrmals das (wirklich skurrile) Outfit wechselte, bot Rob Zombie die perfekte Horror-Show zu später Stunde ab. Sichtlich gut gelaunt folgte Hit um Hit und diejenigen, die wie wir den Weg auf die Alternastage gefunden hatten, wurden nicht enttäuscht. Ein durchaus gelungener und unterhaltsamer Ausstand unseres heutigen Konzert-Tages!

 Rob Zombie Rock im Park DSCN4040 DSCN4042 DSCN4044 DSCN4063 DSCN4034

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