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Rabbitinabar: Anspruchsvoller Seiltanz zwischen Genre-Grenzen

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Rabbitinabar: Anspruchsvoller Seiltanz zwischen Genre-Grenzen

Wenn sich eine Band selbst mit den Worten ankündigt, dass ihre Musik „wie Depeche Mode mit nem Verzerrer vornedran“ klingt, dann darf man als Musik-Blogger schon mal stutzig werden und aufhorchen. So geschehen bei der Band Rabbitinabar. Wenn man sich gleichmal mit den britischen Synth-Rock- bzw. Synthie-Pop-Legenden vergleicht, dann kann man das durchaus als Statement sehen. Meine Neugier war geweckt und so habe ich mich etwas ausführlicher mit Rabbitinabar beschäftigt.

Rabbitinabar sind der Singer/ Songwriter Thomas Weller an Gesang und Saiteninstrumenten sowie der Producer Tom Bächle aka DJ Hausente. Schaut man auf die Facebook-Seite von Rabbitinabar, dann werden dort als musikalische Genres Rock, Electronic, Hard Rock, Metal, Dub Step, Trip Hop und Drum’n’Bass angegeben. Das klingt nicht nur nach viel, das verspricht auch eine ungemeine Vielfältigkeit im Sound des Duos.

Doch woher stammt der ungewöhnliche Name der Band? Der Pressetext verrät dazu folgendes: „Eines Abends versuchte DJ Hausente einen Witz zu erzählen, bei dem er die Pointe mehrmals vergeigte – niemand erinnert sich mehr an den Witz, doch es ging um einen Hasen, der in eine Kneipe kommt.“ Rabbit in a bar also.

Im Mai 2016 veröffentlichten Rabbitinabar ihr erstes Album „Take this!“, auf dem die oben genannten Genres mit klassischem Songwriting kombiniert wurden. Die Texte dazu sind weitaus tiefgründiger, als man es von heutiger Popmusik gewohnt ist. Persönliche Erfahrungen über das Erwachsenwerden, Verlieben und Verlieren, persönliche Verluste und sogar Politik bilden dafür die Themen.

Auch hier schaffen es Rabbitinabar sich gekonnt von von anderen Bands abzugrenzen und ihr eigenes Ding durchzuziehen. Vergleiche mit Depeche Mode hin oder her. Natürlich hört man Ähnlichkeiten heraus. Es würde dem Duo aber einfach nicht gerecht werden, sie mit der britischen Band in eine Schublade zu stecken oder sie gar als billigem Abklatsch zu bezeichnen. Zu eigen und zu selbstständig sind die Songs von Rabbitinabar. Hinter jeder Biegung befinden sich neue musikalische Leckerbissen, die es zu entdecken und zu genießen gilt. Hier sind echte Könner am Werk.

Es sind die musikalischen Gegensätze der beiden Mitglieder der Band, die selbige vielseitig und interessant machen. Auf der einen Seite ein DJ mit Vorliebe für Electro und Trance, auf dere anderen Seite ein Singer / Songwriter, der auf Queen, die Rolling Stones und David Bowie steht. Wie sich herausgestellt hat die perfekte Grundlage, um etwas außergewöhnlich Gutes auf die Beine zu stellen.

Ich muss zugeben, ich war zu Beginn skeptisch, was mich bei Rabbitinabar erwarten wird. Umso überraschter war ich, als ich dann zum ersten Mal das Video zu „Bleed“ gesehen und gehört habe. Ich bin sicher nicht der größte Fan von Bands, die im Fahrwasser von Depeche Mode & Co. mitschwimmen aber Tom & Tom aka Rabbitinabar haben mich direkt überzeugt. Das hier ist kein billiger Abklatsch, sondern großartige Musik, die noch lange im Kopf nachhallt und die auch nach der x-ten Wiederholung nicht langweilig wird. Chapeau, meine Herren!

Rabbitinabar im Internet: Facebook | YouTube | Soundcloud

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