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PARCELS: Funky Disco-Sound erobert die Welt

Parcels Band
Pressefoto: Philippe Jarrigeon / Quelle: KKT GmbH - Kikis Kleiner Tourneeservice

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PARCELS: Funky Disco-Sound erobert die Welt

Durch einen Artikel des britischen NME bin ich auf die Band PARCELS aufmerksam geworden. Scheinbar war ich mit meiner persönlichen „Neuentdeckung“ aber ziemlich spät dran – die anstehende Deutschland-Tour des Quintetts aus Australien bis auf zwei Konzerte schon komplett ausverkauft. Das spricht für Qualität.

Parcels, das sind fünf Teenager aus Byron Bay, New South Wales, die sich in verschiedenen Bands unterschiedlichster Couleur versuchten, bevor sie in ihrem letzten Highschool-Jahr in der jetzigen Konstellation zusammenfanden.

Was folgte, könnte man wenig wohlwollend als Hippie-Roadtrip ins Ungewisse beschreiben. Patrick Hetherington, Louie Swain, Noah Hill, Anatole Serret und Jules Crommelin, allesamt langhaarige entspannte Typen, beherrschen ihre Instrumente schon ziemlich gut, besinnen sich gerne auf die etwas aus der Mode gekommenen Jam Session als Katalysator für ihre Songs und scheuen sich keinesfalls, allen ihren musikalischen Einflüssen Raum zu geben. Das beschauliche Byron Bay schien allerdings nicht die richtige Umgebung zu sein.

2015 erreichten die mittlerweile 18jährigen Berlin. Warum Berlin? Niedrige Lebenshaltungskosten, eine mittlerweile prächtig gedeihende Musikszene samt Infrastruktur und ein offenes Publikum mögen eine Rolle gespielt haben. Strategisch gut mitten im Herzen Europas gelegen, bescherte es der Band deutlich kürzere Wege zu ihren Gigs als in ihrer Heimat. Das Leben zwischen den Konzerten war dagegen weniger rosig: ein Ein-Zimmer-Apartment für die ganze Band, wenig ausgewogene Ernährung, per Anhalter zum nächsten Auftritt.

„Parcels – die musst Du live gesehen haben“ das könnte der Slogan einer imaginären Werbekampagne für die Band sein. Tatsächlich sind die Unterschiede zwischen allem, was Parcels auf Soundcloud veröffentlicht haben und dem, was live passiert, enorm. Ihr gepflegter Oldschool-Disko-Sound mit coolen Jazz-Ausflügen und einem Touch Slow-Funk mutiert live zum schweißtreibenden Disko-Inferno mit elektrischer Mothership-Connection und dem unbedingten Willen, das Publikum ausrasten zu sehen. Will man tatsächlich Vergleiche heranziehen, dann am ehesten wohl diese: funky wie Chic, musikalisch versiert und groovy wie die BeeGees, mit einer elektronischen Kante von Daft Punk und Bühnenoutfits aus dem Schrank von Magnum, nur cooler. Disko Dance Party auf Acid.

Es dauerte nicht lange, bis sich Booking-Agenturen für die Band interessierten und sich zumindest dieser Teil des Parcels-Daseins etwas geordneter gestaltete. Auftritte bei der Fusion und MS Dockville folgten und mit dem geschmackssicheren Pariser Label Kitsuné wurde verblüffend schnell eine Label-Heimat gefunden, die sich entschlossen für Parcels Vorankommen einsetzt.

Nach Showcases in London und Paris, der ersten großen Festival-Runde mit den Stationen Kosmonaut, Juicy Beats, Appletree Garden und Reeperbahn Festival, ist die Band stetig im Proberaum in Friedrichshain beschäftigt und arbeitet am Songwriting für das Debütalbum. Besonders der Clubgig in Paris sollte sich als schicksalshaft erweisen: die Roboterherzen von Thomas Bangaltar und Guy-Manuel de Homem-Christo alias Daft Punk fühlten sich von der jungen australischen Band inspiriert und luden sie zu einer Studiosession ein. Das Ergebnis, „Overnight“, ist eine leichtfüßige funky Ode an den Sommer.

Wer das große Glück hat, Parcels live zu sehen, dem sei herzlich dazu gratuliert. Wer die Chance hat noch Karten zu bekommen: NICHT ZÖGERN!!!!

Parcels kann man an folgenden Terminen live erleben:

24.11.: Dresden – Groovestation (ausverkauft)
27.11.: München – Technikum (ausverkauft)
28.11.: Stuttgart – Im Winzemann
29.11.: Köln – Die Kantine (ausverkauft)
01.12.: Hamburg – Übel & Gefährlich (ausverkauft)
06.12.: Berlin – SO36
07.12.: Berlin – SO36 (ausverkauft)

PARCELS im Internet: Webseite | Facebook | YouTube

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