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Nürnberg feiert: So war’s bei Rock im Park 2016

Rock im Park 2016 Nachbericht

Konzerte & Festivals

Nürnberg feiert: So war’s bei Rock im Park 2016

Wie schon die Jahre zuvor ließ es sich unsere Crew auch 2016 nicht nehmen, vier Tage lang bei Rock im Park 2016 in Nürnberg zu feiern, zu rocken und ordentlich Spaß zu haben. Da wir keine offizielle Akkreditierung erhalten haben, verzichten wir auf übermäßig viele Zahlen und Fakten zum Festival. In unserem ausführlichen Nachbericht erzählen wir euch deshalb von unseren persönlichen Erlebnissen, unseren Highlights und von Allem, was uns noch so beschäftigt hat. Wir bitten euch, diesen Bericht als das zu sehen, was er ist: Ein Bericht von Fans, für Fans! – Nicht mehr und nicht weniger.

Zeltplatz bei Rock im Park 2016Eine Stunde früher als noch im Vorjahr, nämlich um 4:30 Uhr, trifft sich unsere sechsköpfige Gruppe am vereinbarten Treffpunkt, um die gute einstündige Fahrt nach Nürnberg Rock City anzutreten. Trotz allgemeiner Müdigkeit ist jedem die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Endlich geht es wieder los, die lange Wartezeit auf 4 Tage Party bei Rock im Park 2016 hat ein Ende. Die Fahrt verläuft reibungslos und bei der Ankunft reiben wir uns zum ersten Mal verdutzt die Augen. Sowohl die Parkplätze als auch die Campingplätze sind entgegen anders lautender Angaben auf der offiziellen Homepage bereits geöffnet. Kurzentschlossen springen unsere Beifahrer aus den Autos, um sich schon mal in die lange Schlange vor der Bändchenausgabe anzustellen, während der Rest auf die Zuweisung eines Parkplatzes wartet. Der Plan: Zwei Leute holen sich Bändchen und anschließend die Zelte aus dem Auto, um diese aufzubauen, während der Rest der Gruppe auf das begehrte Festival-Bändchen wartet. Eigentlich ein verdammt guter Plan… Wir hatten nur nicht mit der Gerissenheit unserer Fahrer gerechnet. Diese schafften es nämlich mit einiger Kletterkunst, schneller an ihre Bändchen zu kommen. Das Ergebnis nach einer guten Stunde anstehen: Die Zelte standen schon. Die Kontrollen am Eingang des Campingplatzes haben wir als sehr wechselhaft wahrgenommen. Manche Festival-Besucher und ihr Gepäck wurden strenger, andere wieder sehr lasch kontrolliert. So kam es jedoch auch für uns auch nur zu kurzen Wartezeiten und der Party auf dem Zeltplatz C4 stand nichts mehr im Wege.

Gegen 18 Uhr verabschiedete sich dann ein Teil unserer Gruppe, um gemeinsam mit Mitgliedern des Parkrocker-Forums auf der Großen Straße noch bis spät in den Abend hinein zu trinken und zu feiern. Mit einem Besuch des großen Partyzeltes endete ein toller Anreise-Tag, der noch mehr Lust auf die bevorstehenden Konzerte machte. Glücklicherweise regnete es nicht über den kompletten Tag verteilt, was aufgrund der wirklich schlechten Wettervorhersage durchaus zu erwarten war.

KoRn bei Rock im Park 2016Der Freitag startete mit leichtem Nieselregen. Unter unserer Plane blieben wir jedoch zumindest äußerlich trocken. Gegen 10 Uhr erhielten wir Besuch von einem Security-Mitarbeiter, der für 11 Uhr einen Umzug aller Pavillons auf dem Campingplatz an einen zentralen Ort ankündigte. Eine ziemlich utopische Vorstellung wie wir fanden. In unserem näheren Umfeld machte auch niemand Anstalten, seinen Pavillon wieder abzubauen oder umzustellen. So verging die Zeit und uns ist an allen vier Festivaltagen kein Ort aufgefallen, an dem offensichtlich eine „Pavillon-Stadt“ errichtet wurde. Kurz nach der Mittagszeit ging es dann endlich zum eigentlichen Veranstaltungsbereich. Die Vorfreude erreichte neue Höhen, als wir vor der Parkstage auf den Auftritt von Beach Slang warteten. Diese legten auch gleich gut los und sorgten für den perfekten Start bei Rock im Park 2016. Weiter ging es mit den Auftritten der Rival Sons, für den wir zum ersten Mal das altehrwürdige Zeppelinfeld in diesem Jahr betraten. Dieses war bereits gut gefüllt und bot wie immer einen schönen Anblick. Nach Rival Sons betrat Wirtz mit seiner Band die Bühne. Dessen Auftritt hat uns ehrlich positiv überrascht. Hat uns gut gefallen.

Für Bring Me The Horizon ging es anschließend in den ersten Wellenbrecher. Die Band rockte ordentlich drauf los und verstärkte noch mehr den Hunger auf KoRn. Die NuMetal-Pioniere sind bereits so etwas wie eine feste Größe im Programm von Rock im Park. Auch in diesem Jahr lieferten Jonathan Davis, Munky, Head, Fieldy und Ray Luzier eine grundsolide Show ab. Immer wieder ein wahnsinnig toller Moment, wenn Jonathan Davis am Beginn von „Blind“ die berühmten Worte „Are you ready“ brüllt. Entsprechend gut ging es während der Show ab.

Nach KoRn stand mit Black Sabbath der erste Headliner von Rock im Park 2016 in den Startlöchern. Die „alten Herren“ um Ozzy Osbourne muss man einfach nochmal gesehen haben, bevor sie sich in den musikalischen Ruhestand verabschieden. Nach einer halben Stunde Black Sabbath ging es wieder rüber zur Parkstage, auf der Biffy Clyro den perfekten Abriss inszeniert haben. Geile Songs, geile Show, einfach alles perfekt. Wir würden uns nicht wundern, wenn Biffy Clyro in 1-2 Jahren den Headliner-Posten auf der Centerstage übernehmen würden. Da passt einfach alles. Zum Abschluss des ersten Tages zog es uns dann noch in die Alternarena zu Caliban. Die Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Band aus Hattingen animierte die Fans immer wieder zu Circle Pits. War von oben sehr gut anzusehen und hat ebenfalls nochmal ordentlich Spaß gemacht. Müde aber zufrieden ging es anschließend zurück zum Zeltplatz, wo mit einem Abschluss-Bier der Freitag beendet wurde.

Biffy Clyro Konzert bei Rock im Park 2016Der Samstag begann bei Sonnenschein und verkleinerte unsere Gruppe ein wenig, da sich ein Mitglied auf den Weg zu einer Hochzeit machte und er erst Sonntag Vormittag zurück erwartet wurde. Die verbliebenen Parkrocker ließen es sich aber nicht nehmen, auch zu fünft ordentlich weiterzufeiern. Mit Spiegeleiern und dem fast schon legendären Kaffee unserer „Camp-Mutti“ gestärkt, ging es direkt weiter im Programm. Larkin Poe und Walking On Cars bescherten uns auch gleich einen guten Einstieg. Musikalisch und optisch waren beide Bands ein willkommener Ohren- und Augenschmaus. Und da wir über beide Bands schon berichtet haben, war der Konzertbesuch hier sowieso Pflicht. Bevor es für uns mit dem heiß ersehnten und lang erwarteten Auftritt von Breaking Benjamin weiterging, stand ein kurzer Besuch im Biergarten an, während dem wir das große Speisenangebot testeten. Wie jedes Jahr können wir an dieser Stelle Handbrot und Barbarenspieß nur loben und weiterempfehlen.

Nun sollte es endlich soweit sein. Seit Jahren sind Breaking Benjamin eine unserer absoluten Lieblingsbands. Die Flugangst von Sänger Benjamin Burnley ließ aber den Traum von Konzerten außerhalb der USA immer wieder platzen. Natürlich waren wir vorne drin und haben die Band ordentlich abgefeiert. Das lange Warten hat sich gelohnt und wir hoffen sehr auf weitere Konzerte und Tourneen in Deutschland. Es folgten Disturbed, die mit neuer Platte und alter Durchschlagskraft ordentlich auf die Pauke hauten. Neben alten Klassikern war von uns das Cover des Simon & Garfunkel Songs „Sound Of Silence“ ein emotionales Highlight. Zur Band, die danach auch dem Programm stand, braucht man eigentlich nicht viel zu sagen. Auf Tenacious D hofften die Fans von Rock im Park viele Jahre vergeblich. Nach 2012 stattete die Band um Jack Black und Kyle Gass dem Festival den zweiten Besuch ab. Auch wenn die SHow sehr gleich zum ersten Auftritt im Park war, wurde trotzdem kräftig mitgefeiert, mitgesungen und gerockt. Einsetzender Starkregen trieb unsere Gruppe anschließend in die Alternarena, wo es von August Burns Red, Architects und Shinedown nochmal ein ordentliches Brett auf die Ohren gab. Abseits der Bands erlebten wir ein weiteres Highlight an diesem Tag. Einen crowdsurfenden Rollstuhlfahrer! Dieser hatte sichtlich Spaß an der Sache und wurde bei seiner Ankunft im Wellenbrecher frenetisch von der Menge gefeiert. Auch das ist Rock ’n‘ Roll. Großartig!

Biffy Clyro Konzert bei Rock im Park 2016Wieder komplett starteten wir in den finalen Sonntag. dieser kommt leider wie jedes Jahr viel zu schnell. Da wir nach der letzten Band auf unserem persönlichen Spielplan direkt die Heimreise antreten wollten, haben wir den Morgen nach dem Frühstück mit dem Abbau der Zelte begonnen. Relativ schnell war alles in den Autos verstaut und wir saßen noch gemütlich bei ein paar Bierchen zusammen in der Sonne. Das Wetter meinte es in diesem Jahr wirklich sehr gut mit uns. Nicht zu heiß und Regen in durchaus aushaltbaren Mengen. Kein Vergleich zu den Hitze-Jahren 2014 und 2015. Eigentlich wolle sich unsere Gruppe ja schon zu Starset und Irie Révoltés auf den Weg zu den Bühnen begeben aber wir haben das Sitzen in der Sonne so sehr genossen, dass wir uns erst zu Foals vor der Centerstage auf dem Zeppelinfeld eingefunden haben. Und wie der Zufall es wollte haben wir dort dann auch noch gute Freunde getroffen. Da rennen 80.000 Leute auf so einem Festival rum und trotzdem trifft man immer wieder zufällig auf Bekannte. Jedes Mal auf’s Neue einfach nur verrückt. Mit einem kühlen Bier in der Hand und ordentlich Sonnenstrahlen im Gesicht schauten wir zusammen den Auftritt der Deftones. Die teils weinerliche Stimme von Sänger Chino Moreno, gepaart mit gesanglichen Wutausbrüchen vertreibt um kurz nach 17 Uhr die letzte Müdigkeit aus den Knochen.

Caliban zerlegen die Alternarena bei Rock im Park 2016Der folgende Auftritt von Billy Talent ist wieder eine positive Überraschung für uns gewesen. Hatten wir uns an der Band die letzten Jahre, ehrlich gesagt, ziemlich satt gehört. Die Kanadier überzeugten uns aber mit einer energiegeladenen Show, wie wir sie von ihnen lange nicht gesehen haben. Dabei konnten sie auch mit neueren Stücken punkten, obwohl sie natürlich für die Hits der ersten beiden Alben am meisten gefeiert wurden. Hinzu kam, dass nicht nur bei Billy Talent der Sound auf der Centerstage einfach überragend war. Hier hat man seitens des Veranstalters nach dem Sound-Debakel 2009 nochmal einiges verbessert. Eine lohnenswerte Investition, die alle Fans von Rock im Park begeistert haben dürfte.

Lang, lang ist es her – nämlich 2014, waren die Red Hot Chili Peppers zuletzt Gast in Nürnberg. Anthony Kiedis und seine Mannen legten mit „Can’t Stop“ auch gleich los wie die Feuerwehr und man konnte ihnen den Spaß deutlich ansehen. Anders noch als vor zwölf Jahren, als der damalige Headliner-Auftritt in unseren Augen relativ lustlos wirkte. Mit viel Spielfreude und einigen eingestreuten Jams rockten sich die Peppers durch die Setlist. Wie ein Wirbelwind fegten die Herren Kiedis, Flea und Slovak über die Bühne. Zur Enttäuschung einiger Fans fehlten Hits wie „Otherside“ oder „Under The Bridge“ im Set von RHCP. Dafür fanden einige Stücke des kurz vor der Veröffentlichung stehenden neuen Albums „The Getaway“ ins Set. Begleitet von einer tollen Lichtshow endete mit den letzten Tönen unser Rock im Park 2016.

Spaß mit dem Trichter auf dem Campingplatz bei Rock im ParkMit einem letzten Wehmütigen Blick über die beeindruckende Menschenmenge auf dem Zeppelinfeld traten wir den Weg zum Auto an, um uns auf die Heimreise zu begeben. Obwohl wir gegen halb 2 Uhr morgens völlig kaputt zu Hause im Bett lagen, war Rock im Park auch 2016 wieder ein absolut tolles und besonderes Erlebnis. Dafür ein großes Dankeschön an MLK, ARGO Konzerte, Live Nation und natürlich alle Parkrocker, die unsere vier Festivaltage zu etwas Besonderem gemacht haben! Danke auch an die vielen Helfer in allen Bereichen, die leider viel zu oft vergessen werden. Das vor ein paar Jahren eingeführte Besucherleitsystem hat sich aus unserer Sicht auch mehr als bewährt. Die Anzahl der Toiletten auf dem Festivalgelände ist uns ebenso positiv aufgefallen.

Nicht nur die Stimmung auf dem Campingplatz war famos, auch vor den Bühnen haben wir jede Menge Spaß gehabt, tolle Dinge gesehen, gehört und erlebt. Nun heißt es wieder ein ganzes, langes Jahr auf Rock im Park 2017 warten. Schon bei dem Gedanken daran können wir eigentlich die Füße nicht stillhalten. Unsere Headliner-Wünsche wären dann System Of A Down, Propehts Of Rage und die Ärzte wären nach 1997 und 2007 eigentlich auch mal wieder an der Reihe. Im Mittelfeld dann gerne Matchbox Twenty, Placebo, Weezer, Incubus, Paramore, Twenty One Pilots, 3 Doors Down, Lifehouse, und und und. Wünschen und Träumen wird ja erlaubt sein 😉

Aufwendige Bühnenkonstellation und Lichttechnik bei Rock im Park 2016Wir hoffen, ihr hattet eine genauso geile Zeit im Park und seid alle wieder unbeschadet im Alltag angekommen. Wir freuen uns, wenn ihr auch bei Rock im Park 2017 alle wieder mit uns eine große Party feiert. Mit vielen geilen Bands und Konzerten, der Cantina-Band auf dem Zeltplatz, spannenden Flunkyball-Matches und hoffentlich gutem Wetter. See you in 2017!

Wie hat euch Rock im Park 2016 gefallen? Wir freuen uns über eure Berichte und Erfahrungen in den Kommentaren am Ende der Seite!

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