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Martha: Garagen-Rock meets Power-Pop

Martha Band Durham

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Martha: Garagen-Rock meets Power-Pop

Martha aus Pity Me, einem Vorort von Durham in England, spielen energischen und leidenschaftlichen Power-Pop mit verschachtelten Vocals und satten, vierstimmigen Harmonien. Pity Me ist nicht gerade der Ort, an dem man eine Emo-Punk-Band erwarten würde. Schon allein der Ortsname (übersetzt etwa „bemitleide mich“) inspiriert eher zu selbst-ironischen Liebesliedern. Martha aber fanden ihre Inspiraion in 90er-Jahre Indie-Rock und dem gegenwärtigem Garage Punk. Martha besteht aus J. Cairns (Gitarre), Daniel Ellis (Gitarre), Naomi Griffin (Bass) und Nathan Stephens Griffins (Schlagzeug). Martha haben sich in bester Do-it-yourself-Manier einen Namen in der lokalen Musikszene gemacht. Gitarrist Daniel Ellis sagte schon 2014 in einem Interview mit NPR (National Public Radio), dass man „gezwungen sei, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, da sie sonst nicht umgesetzt werden“.

Martha veröffentlichten bis dato zwei Studio-Alben. Während das erste Album der Band, „Courting Strong“ noch davon handelte als Punks aufzuwachsen, so geht es auf „Blisters In The Pit Of My Heart“ darum, auch als Erwachsene politisch, leidenschaftlich und punkig zugleich zu bleiben. Wie bleibt man kreativ und leidenschaftlich und macht das Beste aus allem, wenn einem das Leben Steine in den Weg legt? Es geht um Freundschaften und Liebe, die Stärke und Trost spenden können und darum, sich die Motivation von den Menschen zu holen, die einen wirklich inspirieren.

Zugegeben, die Musik von Martha ist nichts für Jedermann. Manchem Hörer dürfte dieser Gitarrenrock-Cocktail ein wenig zu süß klingen und ihn daher nur bedingt genießen können. Wenn man aber bereit ist, sich auf diese hochprozentige Mixtur aus coolen Riffs, catchy Hooks und vor Energie nur so sprühenden Textpassagen einzulassen, der wird schnell in einen Zustand der Zufriedenheit verfallen und gerne den Lautstärke-Regler noch ein Stückchen nach oben drehen. Die vier Briten haben einfach ein tolles Gespür für eingängige Melodien und machen gewaltig Stimmung.

Martha schaffen es in ihren Songs wunderbar die Emotionalität der Texte, die oft ein ernstes Thema haben, zum Ausdruck zu bringen. Oft starten die Songs mit ruhigen Gitarren, ehe sie geradezu leidenschaftlich explodieren und so richtig drauf los gerockt wird. Textlich bewegen sich Martha dabei an der Schnittstelle von Realität und Emotionalität. Der Idealismus von Martha ist dann förmlich mit den Händen zu greifen. Manchmal könnte man denken es wäre kitschig oder gar irgendein „naiver romantischer Scheiß“ aber am Ende ist es vor allem eines: immer geradeaus, ehrlich und einfach nur gut.

Der beste Weg in den Kopf ist durch das Herz. Das haben Martha schon früh herausgefunden. Ihre Songs sollen die Menschen bewegen. Mal fröhlich stimmen, mal zum nachdenken anregen. Das ist natürlich etwas, das alle Punksongs – egal ob Pop-Punk oder andere Ausprägungen des Genres – anstreben sollten. Martha haben diese Eigenschaft schon von Anfang an besessen und in ihre Songs einfließen lassen. Die Band hat kein Interesse daran, Punk-Gehabe raushängen zu lassen oder in irgendeiner Art härter zu klingen, als sie sich selbst im Inneren fühlen. Das macht die Musik von Martha aber auch um einiges spannender. Mal klingt sie rau, mal bittersüß, mal kindisch verspielt. Da kann man nur den Hut vor ziehen.

Bemitleiden muss man Martha sicher nicht und so trägt die Band ihren Teil dazu bei, dass Pity Me, der kleine Vorort von Durham, seinem Namen nicht mehr all zuviel Ehre macht. Das haben auch die internationalen Musik-Kritiker endlich gemerkt und loben Martha in den höchsten Tönen. Dem schließen wir uns gerne an und wir freuen uns, zukünftig noch viel mehr von Martha zu hören.

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