Connect with us

museek

Kristoffer And The Harbour Heads – Indie-Pop mit Grower-Potenzial

kristoffer and the harbour heads band

Artists & Bands

Kristoffer And The Harbour Heads – Indie-Pop mit Grower-Potenzial

„Du bist scheiße. Du kannst das nicht. Mach es anders!“: Wenn ein Künstler im Studio diese Worte an den Kopf geworfen bekommt, dann hat sich die Zusammenarbeit zwischen Produzent und Musiker meist erledigt. Nicht so im Fall von Kristoffer Ragnstam, seines Zeichens Frontmann und Songwriter des Schweden-Trios Kristoffer And The Harbour Heads. Der nimmt die mehr als deutliche Kritik seines Produzenten Ryan Kelly nämlich zum Anlass, noch mehr Gas zu geben.

Der Dank: Ein Album namens „Little Goes A Long Way“, das dem Wahl-Göteborger im Februar 2012 den Titel „Schwedischer Beck“ einbringt. Ragnstam ist in seiner Heimat Schweden schon lange als Singer/Songwriter unterwegs, als er sich im Jahr 2010 mit den beiden Harbour Heads Emil C. Rinstad und Joel Lundberg zusammentut und das Projekt Kristoffer And The Harbour Heads aus dem Boden stampft: „Ich wollte meine Wahrnehmung von Popmusik mit dem archaischen Charme der Sechziger und Siebziger verbinden. Daraus sollte etwas Neues, etwas Frisches entstehen. Das war mein Grundgedanke“, erinnert er sich.

Bereits nach kurzer Zeit versammeln sich die ersten Schulterklopfer vor der Probetraumtür des Trios. Einer davon ist Ryan Kelly. Der Produzent, der bereits mit Größen wie Tom Morello, Slash und Natasha Bedingfield das Vergnügen hatte, findet derart großen Gefallen am experimentellen Retro-Treiben der drei Schweden, dass er die Band im Jahr 2011 zu sich ins Studio einlädt. Dort entpuppt sich der Erfolgs-Producer als harter Hund: „Die Zeit im Studio war richtig anstrengend. Ryan war derbe drauf und zeigte uns schonungslos unsere Schwächen auf, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Doch das war letztlich genau der richtige Weg“, so der Bandchef.

Das Ergebnis der „Tortur“ hört auf den Namen „Little Goes A Long Way“ und sorgt im Frühjahr 2012 für reichlich Aufsehen in der Szene. Im Anschluss an die Veröffentlichung des Debütalbums geht die Band nahezu den kompletten Rest des Jahres auf Tour, ehe sich das Trio Anfang 2013 wieder mit dem Schreiben neuer Songs beschäftigt. Der entstehenden Musik folgt ein inhaltliches Konzept. Dabei geht es um die Sensibilisierung für Menschen, denen es nicht so gut geht, die ein Handicap aufweisen. Zusammen mit dem Produzenten James Salter (Bruce Springsteen, Stevie Wonder) entern die Schweden im Frühjahr das Studio, um all die Gedanken und Melodien für die Ewigkeit festzuhalten. Das Ergebnis ist das Album „Hands“, das im Oktober 2013 den Weg in die CD-Regale findet. Abermals tut man sich schwer mit einer musikalischen Kategorisierung. Der Frontmann mag es ohnehin lieber universell: „Wir machen einfach nur das, was wir fühlen. In meinen Augen ist das schlicht Popmusik.“

Sag deine Meinung

Sag deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Aktuell meistgeklickt

museek Interviews

museek auf Facebook

To Top