Connect with us

museek

Interview mit Lyndsey Gunnulfsen von PVRIS

museek Interview mit Lyndsey Gunnulfsen von PVRIS
Foto: Max Fairclough / Quelle: Warner Music

Interviews

Interview mit Lyndsey Gunnulfsen von PVRIS

Vor dem PVRIS-Konzert in München bot sich uns die Gelegenheit zu einem Interview mit Sängerin Lyndsey Gunnulfsen. Im Backstage-Bereich des Strom plauderte sie mit uns über die aktuelle Tour, neue Songs und vieles mehr. Fotos sind keine erlaubt, wie uns Tour-Managerin Vicki kurz vorher erklärt, Lyndsey sei dafür nicht gestylt. Dafür gibt es Pommes. Ist doch auch nicht schlecht.

museek: Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview nimmst. München ist die letzte Station auf eurer Deutschland-Tour. Wie war es bisher? Lief alles so, wie ihr euch das vorgestellt habt?

Lyndsey Gunnulfsen: Es lief alles glatt und jede Show war großartig. Es war eigentlich keine reine Deutschland-Tour. Wir haben gestern in London in der Royal Albert Hall gespielt und sind daher ständig hin und her geflogen. Aber es hat Spaß gemacht.

Wie schaffst du es, nicht einfach einzuschlafen bei so einem straffen Terminplan und den ganzen Reisen und Presseterminen?

Kaffee. Ganz viel Kaffee. Obwohl ich eigentlich gar nicht so viel Schlaf brauche. Morgen haben wir keine Show, da werde ich dann aber bestimmt etwas länger schlafen können.

Seid ihr vor Konzerten noch nervös oder gewöhnt man sich daran, Abend für Abend vor Publikum aufzutreten?

Ich bin schon sehr aufgeregt, gerade auf unserer Headline-Tour. Ich erwische mich dann dabei, wie ich mit meinen Dreads spiele. Natürlich fühlen wir uns mittlerweile auch etwas sicherer, wenn wir auf Tour gehen aber Nervosität gehört einfach dazu.

Habt ihr ein bestimmtes Ritual, bevor ihr auf die Bühne geht?

Nein, eigentlich nicht. Das ist immer unterschiedlich. Viele Bands haben ihre Rituale aber wir schauen einfach nur, dass alle da sind und dann geht’s auch schon los.

Fühlst ihr mehr Druck ein gutes Konzert abliefern zu müssen, wenn ihr vor einem großen Publikum in einer ausverkauften Halle spielt?

Nein, das macht für uns keinen Unterschied, ob wir vor 20 oder 400 Leuten spielen. Es macht auch keinen Unterschied ob wir Opener oder Headliner sind. Wir wollen immer unser Bestes geben. Natürlich sind ausverkaufte Shows aufregender und das gibt uns dann auch immer nochmal einen extra Energie-Schub. Die Fans sind sehr nett zu uns und kaufen unsere Tickets oft lange vor dem eigentlichen Konzert. Das ist der Wahnsinn.

Wie viel von euer Show ist schon Routine? Gibt es noch Raum für Spontanität?

Wir versuchen es jeden Abend interessant zu halten. Für die Fans und natürlich auch für uns. Manchmal verändern wir ein bisschen was am Sound der Songs und wir versuchen auch viel Interaktion mit dem Publikum zu betreiben. Grundsätzlich soll es aber für alle immer eine gute Show werden.

Gestern wurde die Deluxe Edition eures Albums „White Noise“ veröffentlicht. Könnt ihr eure eigenen Songs überhaupt noch hören oder ist es manchmal langweilig, wenn man sie im Aufnahmeprozess schon unzählige Mal gehört hat und im Anschluss Abend für Abend live spielt?

Naja, manchmal vielleicht. Aber wie schon gesagt versuchen wir immer, die Songs live etwas anders zu spielen. Wenn es auch nur eine minimale Veränderung ist. Mal fügen wir Sachen ein, dann nehmen wir wieder welche raus. Dann wird es auch nicht langweilig. Ich glaube aber auch, dass man sich nicht nur als Fan sehr gut mit den Texten identifizieren kann und einen Draht dazu findet. Deswegen macht es auch mir Spaß mich mit unseren Songs zu beschäftigen und sie live zu spielen. Man kann sie auch noch 1 1/2 Jahre später hören, ohne dass man sich sattgehört hat. Und natürlich unterscheiden sich unsere Europa-Shows generell ein wenig von den Shows in Amerika. So bleibt es immer interessant und spannend für uns.

Welcher Song vom Album macht live am meisten Spaß?

Im Moment würde ich sagen „You And I“.

Wie sind die Reaktionen der Fans, wenn sie jetzt zum ersten Mal neues Material von euch auf einem Konzert hören?

Die Reaktionen bei „You And I“ sind der Wahnsinn und die Fans rasten fast aus wenn sie es hören. In der Hook und beim Chorus singt meistens das ganze Publikum mit und dabei bekomme ich dann Gänsehaut. Das fühlt sich toll an.

Elenia, eine unserer Leserinnen, möchte wissen, warum es im Song „Empty“ geht. Kannst du uns was zum Hintergrund des Songs verraten?

Ich habe die Lyrics für unser Album „White Noise“ geschrieben und diese sind eigentlich nur so aus mir rausgesprudelt. Bei diesem speziellen Song war es so, dass mir einfach nichts mehr einfallen wollte und ich nicht zufrieden damit war. Also haben wir ihn erstmal zurückgestellt und uns anderen Songs gewidmet. Irgendwann haben wir uns dann wieder diesen Song vorgenommen und haben ihn erstmal komplett auseinandergenommen. „Empty“ handelt also gewissermaßen von dieser Zeit, in der mir einfach nichts mehr einfallen wollte.

Also sind eure Lyrics hauptsächlich von persönlichen Erfahrungen inspiriert?

Ja, eigentlich schon. Das alles entspringt meinen hintersten Hirnwindungen, wenn ich meine Gedanken und Gefühle nach außen kehre. Das sich die Fans damit identifizieren können und eine Verbindung dazu aufbauen, ist echt cool und gibt mir mehr Selbstvertrauen für die Zukunft. Sowohl beim Schreiben als auch auf der Bühne.

Was können eure Fans in Zukunft von PVRIS erwarten. Gibt es vielleicht schon Pläne für eine neue Platte oder freut ihr euch einfach auf ein paar freie Tage?

Wir haben nach dem Konzert heute tatsächlich ein paar Tage frei. Danach geht es aber direkt weiter mit unserer Headliner-Tour in den USA. Zusätzlich gibt es noch einige Radio-Shows und auf den Festivals im Sommer spielen wir auch. Von August und Oktober haben wir dann aber frei und wollen ein neues Album aufnehmen.

Das klingt interessant. Vielen Dank für das nette Interview!

 

Sag deine Meinung

Sag deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Aktuell meistgeklickt

museek Interviews

museek auf Facebook

To Top