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Frankie Cosmos: Ausdrucksstarker, cleverer Indie-Rock

Die New Yorker Band Frankie Cosmos ist ein Indie Pop Quartett, bestehend aus Greta Kline (Gesang), Alex Bailey (Bass, Gesang), Lauren Martin (Keyboard, Gesang) und Luke Pyenson (Schlagzeug). Greta Kline ist übrigens die Tocher von Hollywood-Star Kevin Kline, der für seine Rolle als Otto im Film „Ein Fisch namens Wanda“ einen Oscar in der Kategorie Bester Nebendarsteller erhielt. Doch das nur am Rande. Frankie Cosmos steht als Band mit ihrer für sich und ist keinesfalls auf berühmte Familienangehörige angewiesen.

Das musikalische Output von Greta Kline alias Frankie Cosmos ist ein Beispiel für eine Generation von Musikern, die eigenständig online veröffentlicht. Kline machte sich mit den Aufnahmen aus ihrem Schlafzimmer einen Namen und als Performerin in der All Ages DIY Szene von New York. Das Wunderbare am Songwriting von Kline liegt nicht in großen Statements und noch größeren Gesten, sondern in ihrem Talent, Situationen und Beziehungen mit herzzerreißender Aufrichtigkeit zu betrachten.

2014 erschien ihr erstes Studioalbum „Zentropy“. Innerhalb weniger Monate mauserte sich „Zentropy“ zu einem der wichtigsten Indie Alben des Jahres und wurde vom New York Magazine zum besten Pop-Album 2014 gewählt.

Wenn Ende März das mittlerweile dritte Album der Band namens „Vessel“ erscheint, ist das bereits der 52.(!) Release von Greta Kline.

Stellenweise erinnert mich die Musik von Frankie Cosmos an eine Mischung aus Sixpence None the Richer und The Cranberries. Herrlich schöner (College-)Rock, wie man ihn Anfang der 00er-Jahre liebte. Frankie Cosmos tragen diesen Sound leichtfüßig ins Jahr 2018.

Auf der ersten Vessel-Single „Jesse“ arbeitet sich Greta Kline durch Gefühlslagen wie sich fehl am Platz fühlen und versucht wieder mehr in sich selbst zu hören. Dieser erste Track war einer derjenigen, die die Band früh für das neue Album arrangierten und er wird musikalisch sehr von der agilen Lead Gitarre Alex Baileys geprägt.

Um Vessel aufzunehmen, reisten Frankie Cosmos nach Binghamton, New York, um mit Hunter Davidsohn zu arbeiten, der schon bei den zu vorigen Alben Zentropy und Next Thing involviert war. Drei Tage verbrachte die Band bei Hunter im Studio. Die Songs wurden größtenteils live aufgenommen, um die Spontanität und Authentizität zu erhalten und dem Perfektionismus von digitalen Aufnahmen entgegen zu wirken. Die instrumentalen Parts der Songs sind deshalb auch bei einigen Songs erste oder zweite Takes. Die Band fand so eine neue kollektive Energie wieder, die zuvor durch monatelanges Touren, Proben und Arrangieren gelitten hatte.

Hervorzuheben sind auch die wirklich wunderbaren und teils witzigen Videos, die Frankie Cosmos zu ihren Songs produziert haben. Weitere tolle Videos von Frankie Cosmos gibt bei YouTube zu bestaunen. Den Link dorthin findet ihr nachstehend.

Im Mai kommt die Band übrigens für zwei Konzerte nach Deutschland! Am 22. Mai kann man Frankie Cosmos in Berlin (Kantine am Berghain) live erleben, einen Tag später, am 23. Mai spielt die Band in Hamburg (Aalhaus). Nix wie hin!

Frankie Cosmos im Internet: Webseite | Facebook | YouTube

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