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BigCityBeats World Club Dome 2015 – 3 Tage im größten Club der Welt

BCB World Club Dome 2015 Bericht

Konzerte & Festivals

BigCityBeats World Club Dome 2015 – 3 Tage im größten Club der Welt

Der BigCityBeats World Club Dome, der zum ersten Mal seit dem Entstehen des Festivals an drei Tagen die Besucher der Frankfurter Commerzbank-Arena mit den besten DJs der Welt und sommerlich heißen Temperaturen zum Tanzen gebracht hat, neigte sich Sonntag Abend mit einer grandiosen Abschlussshow samt Feuerwerk dem Ende zu. Auch einen Tag danach lässt sich noch das Beben des Basses aus der unglaublichen 1 Million Watt Anlage (Notiz fürs nächste Mal: Ohropax nicht vergessen, denn so genial der Bass auch ist, die Tinnitusgeräusche im Ohr, die genauso lange anhalten wie die Dauer des Festivalwochenendes, sollt man verhindern) im Körper spüren und noch immer steigt Gänsehaut auf, bei dem Gedanken an die musikalischen Highlights, die es geschafft haben, täglich mehr als 30.000 Menschen unter dem Dach der Arena zu vereinen, gemeinsam den Alltagsstress zu vergessen und zu feiern. Noch nie war der World Club Dome so gut besucht wie in diesem Jahr (und das trotz der Eintrittspreise, die sich im Vergleich zum letzten Jahr beinahe verdoppelt haben) und noch nie war die Dichte an Weltklasse-DJs so hoch wie an diesem Wochenende.

Das Opening des World Club Domes übernahm am Freitagabend Avicii, der nicht nur durch seine Produktionen zahlreicher Nr. 1 Hits, wie „Wake me up“ oder „Addicted to you“, die er allesamt am Freitag zum Besten gab, bekannt ist, sondern auch durch seine einzigartigen live sets. Ohne große Worte zog Avicii sein Bühnenprogramm – umrahmt von spektakulären Bildern auf den riesigen LED-Leinwänden – durch und viele Worte braucht es auch nicht, um die Masse, die bereits bei den ersten Tönen von „Hey Brother“ ausrastet, zum Singen und Tanzen zu bringen. Mit einer wunderschönen Abschiedsgeste, einem mit seinen Händen geformten Herz, welches vom gesamten Commerzbank-Arena Publikum erwidert wird, verlässt er die Bühne und hinterlässt eine unbeschreibliche Gänsehaut und ein Gefühl der Gemeinschaft, das die gesamten drei Tage anhielt.

Der zweite Abend startete mit Steve Aoki, dem absoluten Publikumsliebling des World Club Domes. Bereits im letzten Jahr begeisterte er mit seiner einzigartigen Show, in der er, weniger hinter dem Mischpult, als in der Menge stehend, die Zuschauer mitreißt und animiert. Und auch in diesem Jahr ließ er trotz fehlender Stimme, die jedoch durch sein Management ersetzt wurde, keine Wünsche offen: Vom einem Champagner-Bad bis hin zum Bewerfen mit riesigen Sahnetorten, begleitet von einer einzigartigen Mischung aus elektronischen Beats vermischt mit Hip Hop – Elementen, die ihn so besonders machen. Anschließend packten die Veranstalter des BigCityBeats ein absolutes Kontrastprogramm zu allen Mitte 20er Jahre alten DJs aus, nämlich die Legende der elektronischen Musik, Faithless. Diese ließen mit ihrem Hit „Insonmia“ aus dem Jahre 1996 die Herzen der Zuschauer aller Altersklassen höher schlagen. Ein absolutes Highlight des diesjährigen World Club Domes, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass Faithless den gesamten Aufritt live und mit Band spielten und der in die Jahre gekommene Frontmann der Gruppe Maxi Jazz, wusste die Menge immer noch ordentlich einzuheizen.

Der dritte Tag bot wohl für alle Anhänger der elektronischen Musik das größte Highlight, nämlich die einzige Show in Deutschland des zum dritten Mal in Folge zum „Besten DJ der Welt“ gewählten niederländischen DJs Hardwell. Bevor es zu dem von der Menge so lange herbeigesehnten Aufritt kam, begeisterten Sigma und das Geschwisterpaar Krewella aus Chicago, beide ebenfalls mit Unterstützung von Live-Bands, die Zuschauer. Die absolute Besonderheit bei Krewella: Die beiden Frauen wechseln sich während des Auftritts regelmäßig am Mischpult ab und präsentierten dazu live ihre Gesangskünste, begleitet von einem Schlagzeuger und Percussions. Hardwell, der mit einem Helikopter direkt auf den Vorplatz der Commerzbank-Arena geflogen wurde, sorgte bereits vor seinem Aufritt durch sein Intro für Gänsehaut. Der weltbeste DJ lässt eben gerne ein bisschen auf sich warten und das kann er sich auch erlauben. Der quirlige 27-jährige DJ aus Holland versteht sein Handwerk mit links, die Menge zum Kochen zu bringen. Auch wenn sich das Set zum Vorjahr etwas wiederholt hat, was leider bei so ziemlich allen DJs dieses Jahr als kleiner Minuspunkt zu beobachten war, tat dies seinem Aufritt keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Mit seiner natürlichen und aufgeweckten Art, seinem Herumgehüpfe auf dem Mischpult und seiner Ausstrahlung, die den Menschen einfach zeigt, dass er das, was er da gerade macht, für sein Leben gerne tut, steckt er die Zuschauer einfach an.

Wie auch in den Jahren zuvor übernahm David Guetta das Mischpult, um den World Club Dome für die letzten 1,5 Stunden noch einmal richtig zum Beben zu bringen. Guetta´s Aufritt lebt von seinen bisher produzierten Liedern, die er jedoch immer wieder neu verpackt in einen anderen Beat zum Besten gibt. Die Veranstalter haben keine Kosten und Mühen gescheut und überdimensional große Leuchtstäbe in der gesamten Arena verteilt, was in Kombination mit der Lasershow und den Feuersäulen für ein fantastisches Farbenmeer und eine einzigartige Show sorgte. Ein absolut gelungener Abschluss eines 3-tägigen Festivalwochenendes, das untermalt war von wunderbar sommerlichem Wetter und einer grandiosen Stimmung. Abschließend lässt sich sagen, dass der BigCityBeats World Club Dome in der Größenordnung und Masse an weltbekannten DJs wohl einzigartig in Deutschland ist. Jedoch sollten die Veranstalter dringend ihre überzogenen Preise, sowohl für die Eintrittskarten als auch für Essen und Trinken überdenken. Für sommerlich heißes Wetter gilt bekanntlich die Devise: Viel Wasser trinken! Das ist dort jedoch nicht selbstverständlich, denn bei einem Preis von 4€ pro Flasche verteilt über einen kompletten Festivaltag von 11-23 Uhr, ist es für viele nicht erschwinglich. Und das zeigte sich vor allem durch das hohe Aufkommen an Krankenwägen und Sanitätern, die sich um die vielen ohnmächtig gewordenen Menschen mit Hingabe über die drei Tage kümmerten.

Alles in allem dennoch ein absoluter Festivaltipp für alle Fans der EDM. Tickets für den BigCityBeats World Club Dome 2016 vom 27.-29. Mai sind bereits erhältlich und die Vorfreude auf drei Tage voller Gänsehautmomente, Ekstase, einzigartige Effekte und den Besten der Besten aus der elektronischen Musikszene steigt!

2 Comments

2 Comments

  1. Beate

    Aug 20, 2015 at 23:18

    Bin eben gerade zufällig auf den Konzertbericht hier gestossen und kann mir meinen Kommentar nicht verkneifen. Frage mich ob der Verfasser tatsächlich dem Auftritt von Faithless beigewohnt hat. Denn einheitzen konnten die dem Publikum weiß Gott nicht. War echt traurig mit anzusehen wie sich die Reihen während der Darbietung von Maxi Jazz, Sister Blizz & Co. immer mehr lichteten. Da sprang kein Funke über. Und wer Faithless von früher noch kennt, der weiß was „einheizen“ bedeutet, da konnten die nämlich mal wirklich! Schade, schade….

    • Chris

      Aug 20, 2015 at 23:55

      Hallo Beate,
      danke für deinen Kommentar und vor Allem für deine ehrliche Meinung. Ich selbst habe Faithless zum ersten Mal 2004 als Vorband der Red Hit Chili Peppers bei Rock im Park gesehen. So ein Bericht kann natürlich nur die subjektive Meinung wiedergeben. Das Acts wie Faithless von ihren alten Hits und Erfolgen leben, darüber lässt sich nicht streiten. Uns persönlich hat der Auftritt von unserem Platz und mit den Leuten um uns rum gefallen. Trotzdem haben natürlich auch wir sie schon wesentlich besser gesehen. Verbunden mit dem Ambiente und der Stimmung um uns rum hat uns der Auftritt in dem Moment trotzdem getaugt. Aber, wie eingangs erwähnt, danke für deine ehrliche Meinung. Ich hoffe mal für uns beide, dass Faithless nochmal irgendwann zu alter Form auflaufen.
      Viele Grüße, Christopher

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