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Atlas Genius – Gitarrengetriebene Melancholie aus Australien

Atlas Genius Band

Alternative

Atlas Genius – Gitarrengetriebene Melancholie aus Australien

Die Mitglieder von Atlas Genius aus Adelaide/Australien, die beiden Brüder Keith und Michael Jeffrey, bevorzugen ungewöhnliche Methoden. Bevor sie überhaupt ihr erstes Konzert als Band spielen würden, bauten sie sich bereits ihr eigenes Studio, in dem sie ihre Songs schreiben und aufnehmen konnten. Zwei Jahre lang verbrachten Atlas Genius Tag für Tag auf der Baustelle, um ihre Vorstellung eines Traumstudios in die Tat umzusetzen. Abends spielten sie Songs von The Police, den Beatles oder den Rolling Stones in den Pubs ihrer Heimatstadt, um die Rechnungen bezahlen zu können. Beim Design und Ausbau konnten die Geschwister auch auf die Hilfe ihres Vaters zählen, einem erfahrenen Veteran, der sich mit Musik und Produktion bestens auskennt. Bald nachdem das Studio fertig eingerichtet war, nahmen Atlas Genius bereits ihren ersten Song dort auf: „Trojans“. Das Stück wurde in Kooperation mit ihrem Freund Darren Sell geschrieben, einem Keyboarder, der auch an den Aufnahmen und der Produktion beteiligt war. Nachdem sie wochenlang an dem Lied gearbeitet haben, bestand Michael darauf, den Song endlich außerhalb der Studiowände aufzuführen. Innerhalb einer Stunde war „Trojans“ auf der Triple J Unearthed-Webseite, bei SoundCloud und stand via TuneCore bei iTunes, Amazon und Spotify weltweit zum Kauf bereit. „Trojans“ verkaufte sich wöchentlich mehr als 1.000 Mal auf iTunes und knackte bald die 45.000er-Marke – und das ohne jeglichen Promotionaufwand! Ein außergewöhnlicher Erfolg für eine Band, die zu dieser Zeit noch nicht mal einen Plattenvertrag hatte.

Obwohl viele Labels die Band beknieten, in die USA zu kommen, um dort ein paar Showcases zu spielen, blieben die Jungs lieber in Adelaide, um dort neue Stücke zu schreiben und aufzunehmen. Im Februar 2012 reiste die Band schließlich nach Amerika, um dort nach langen Monaten der Verhandlungen via Skype ihre finale Label-Entscheidung zu  treffen. Nach weiteren Verhandlungen reisten Atlas Genius im April 2012 erneut in die USA, um dort bei Warner Bros. Records zu unterschreiben. Bereits im Juni 2012 erscheint eine erste EP “Through The Glass” – produziert, bearbeitet und gemixt von der Band selbst. Nach Fertigstellung der EP verkriechen sich Atlas Genius in ihrem Studio, um dort sowohl neue Songs für das bevorstehende Album zu schreiben, als auch parallel für ihre allererste Tournee zu proben. Diese beginnt im August 2012 und hat zur Folge, dass die Band bis Jahresende noch drei weitere absolvieren wird. In den Pausen zwischen den Konzertreisen arbeitet die Band weiter an ihrem Langspieldebüt, das kurz vor Weihnachten 2012 schließlich im Kasten ist. When It Was Now erschien in den USA am 19. Februar 2013.

Das Debütalbum When It Was Now bannt die einzigartige Kombination von anspruchsvoller Musik und dem warmen, wehmütigen Geist von Atlas Genius. Versetzt mit dem klassischen Gespür der Band, fügte sich jeder Song des Albums nahtlos ein in wohl gehütetes Mixtape voll zeitloser Musik. So harmonieren auf dem schillernden „Symptoms“ stramme Keyboards mit dringenden Akustik-Akkorden, bevor die Band aufbricht in einen frenetischen, gitarrengetriebenen Refrain. Der pulsierende Bass von „Back Seat“ vermischt sich dagegen mit einem süß-infektiösen Beat und sanften Vocals, die alternativ auch mal aufbrausen oder melancholisch seufzen können. „Trojans“ beginnt mit einer maßvollen Gitarrenmelodie und Gesang, bevor sich das Stück über einen harmonisch-hymnischen Refrain und eine satte, wuchtige Bridge seinem großen Finale nähert.

Sollten Atlas Genius bisher an euch vorbeigegangen sein, dann liefern wir euch hier mit dem Live-Video zu „Trojans“ den perfekten Einstieg in die Musik der Band.

Photo Credits: Frank Maddocks

 

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